Australien: Laubfrosch verschlingt hochgifte Schlange – und überlebt

„Ich wurde gerade Zeuge des Endes einer der coolsten Dinge überhaupt“, schreibt Jamie Chapel auf seiner Facebook-Seite der Townsville Snake Take Away and Chapel Pest Control. Der Reptilienexperte wurde laut einem Bericht der „Daily Mail Australien“ zu einem Haus in Stuart gerufen, einem Vorort der Küstenstadt Townsville im US-Bundesstaat Queensland. Eine Frau hatte ihn gebeten, eine Schlange aus ihrem Garten zu entfernen. Bei der Schlange handelte es sich um einen Küstentaipan – eine der drittgiftigsten Schlangenarten der Welt. Doch unterwegs erhielt der Mann Chapel einen erneuten Anruf der Dame, die ihm nun erklärte, die Schlange würde gerade von einem Frosch gefressen. „Als ich ankam, hatte sie ihn schon einige Male gebissen, aber er hatte sie schon fast verschluckt“, so Chapel. Aus Angst, der Frosch könne die Schlange lebendig wieder erbrechen und sie so wieder entkommen, habe er den Frosch kurzerhand mitgenommen. FacebookLaubfrosch überlebt Bisse von GiftschlangeDoch der Frosch hat die Attacke der Schlange offenbar gut verkraftet. „Er hat die Nacht überstanden und wenn er am Leben bleibt, wird er ausgesetzt“, so Chapel. Die Schlange hingegen konnte er nicht retten.   Braunschlange 14.45Dr. Martin Jansen, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Frankfurter Senckenbergmuseums, kann sich nur schwer vorstellen, dass das Tier die giftigen Bisse überlebt haben soll. „Höchstens, wenn das Gift im Verdauungstrakt verblieben ist und es dann ausgeschieden wird.“ Dass ein Frosch allerdings eine Schlange verspeist, kann er sich hingegen sehr gut vorstellen. „Ich selbst habe mal gesehen, wie ein Frosch einen Skorpion gefressen hat. Frösche essen eigentlich alles. Es gibt welche, bei denen stehen eher Ameisen oder Termiten auf dem Speiseplan, andere fressen aber auch Ratten oder Mäuse. Es kommt da immer auf das Größenverhältnis drauf an.“Die Netzgemeinde feiert den Frosch indes als Helden. Fast 2.000 Mal wurde der Beitrag inzwischen geteilt. „Der Frosch ist ein knallharter Bursche“, schreibt eine Frau. Eine andere meint: „Superfrosch!“. Ein weiteres Foto zeigt den Frosch vergraben im Torfmoos. „Er sieht zwar etwas blass aus, aber er lebt. Die hellen Flecken markieren die Stellen, an denen er gebissen wurde“, schreibt Chapel. Drei Tage will er das Tier noch beobachten, ehe er es wieder zurück in die Natur entlässt.Quellen: Daily Mail Australien, Facebook

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