Borrell entschuldigt sich für umstrittene Aussagen über Klimaschutz-Aktivisten

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat nach umstrittenen Äußerungen über junge Klimaschutz-Aktivisten um Entschuldigung gebeten. Er wolle sich bei allen entschuldigen, die er mit seiner „unangemessenen Bezugnahme auf die wichtige Jugendbewegung gegen den Klimawandel“ beleidigt habe, schrieb Borrell am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.Der EU-Außenbeauftragte hatte am Mittwoch im Europaparlament Zweifel an der Ernsthaftigkeit junger Klimaschutz-Demonstranten geäußert. Die Jugendlichen hätten sich von der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg mobilisieren lassen, ohne sich der Auswirkungen einer klimaneutralen Zukunft auf ihr Leben bewusst zu sein. Er habe „Zweifel“, dass sie „bereit sind, ihren Lebensstandard zu senken“. Borrell sprach scherzhaft vom „Greta-Syndrom“.Die Äußerungen des Spaniers sorgten für Empörung. Die Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament erklärte am Freitag im Onlinedienst Twitter, Borrells Aussagen seien „für einen Vertreter der EU nicht akzeptabel“. Auch unter jungen Klimaschutz-Aktivisten regte sich Protest. Die 18-jährige Anuna De Wever, eine der Anführerinnen der belgischen „Fridays for Future“-Bewegung kritisierte Borrells Äußerungen am Freitag bei einer Demonstration in Brüssel scharf.

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