Coronavirus: Ägypten meldet ersten Coronavirus-Fall in Afrika

Die Zahl der Todesopfer in China durch das neuartige Coronavirus ist auf mehr als 1300 gestiegen. Wie die Regionalregierung der zentralchinesischen Provinz Hubei am Donnerstag mitteilte, starben dort weitere 242 Menschen an den Folgen der Infektion. Die offizielle Gesamtzahl der Todesfälle in Festlandchina nahm damit auf mindestens 1310 zu.Außerhalb von China gibt es mehr als 400 weitere Infektionsfälle in rund 25 Ländern. In Bayern wurden inzwischen zwei weitere Ansteckungen mit Covid-19 nachgewiesen, wie das dortige Gesundheitsministerium am Dienstagabend mitteilte. Die Zahl der in Deutschland bestätigten Infektionsfälle stieg damit auf 16.Alle Nachrichten zum Coronavirus in unserem Ticker:    +++ Ägypten meldet ersten Coronavirus-Fall in Afrika +++Ägyptens Regierung hat den ersten Fall des neuartigen Coronavirus auf dem afrikanischen Kontinent gemeldet. Dabei handele es sich um eine ausländische Person, teilte das Gesundheitsministerium in Kairo mit. Zur Nationalität machte das Ministerium keine Angaben. Unklar blieb auch, aus welchem Land die Person nach Ägypten gereist war. Der Patient zeige keine Krankheitssymptome und werde auf einer Isolierstation behandelt. Bislang war laut der Weltgesundheitsorganisation noch kein Fall von Corona in Afrika bekannt geworden.Als erstes Land der arabischen Welt hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Ende Januar vier bestätigte Fälle des Virus Sars-CoV-2 gemeldet. Mittlerweile sind weitere Ansteckungen hinzugekommen. Bei den meisten der Betroffenen handelt es sich um Chinesen.+++ Frankfurter Coronavirus-Patienten sind entlassen worden +++Die beiden mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten sind am Freitag aus der Frankfurter Uniklinik entlassen worden. „Sie sind symptomfrei und nachweislich nicht ansteckend“, teilte ein Sprecher des Universitätsklinikums mit. Es bestehe keine Gefährdung für sie oder ihre Umgebung. Die beiden Patienten waren am 2. Februar eingeliefert worden.Sie waren am Tag zuvor zusammen mit 124 anderen Menschen aus der von der Epidemie besonders schwer betroffenen chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen und dann in eine Kaserne in Germersheim zur Quarantäne gebracht worden. Nachdem dort die Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war, wurden die beiden Patienten nach Frankfurt gebracht. Sie seien am Universitätsklinikum „sehr detailliert untersucht und getestet“ worden, erklärte der Sprecher. Aufgrund der sehr intensiven Diagnostik könne die Vorgehensweise von der bei den in Germersheim untergebrachten Personen abweichen. +++ WHO-Gruppe mit Virusexperten aus aller Welt am Wochenende in China +++Mindestens zwölf internationale Virusexperten treffen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an diesem Wochenende in China ein. Sie wollen mit chinesischen Kolleginnen und Kollegen Empfehlungen entwickeln, um die Reaktion auf den Ausbruch von Covid-19 weiter zu verbessern, wie WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag sagte. Unter den Experten seien auch Kollegen aus den USA, sagte WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan. Eine Liste der Experten legte die WHO nicht vor. Die Experten sollen unter anderem in drei Provinzen reisen, die Arbeit der Pflegekräfte und die Erhebung der Daten anschauen. Die WHO bat China um mehr Klarheit über die neue Zählweise der Fälle, die für Verwirrung gesorgt hatte. Wenn klinisch diagnostizierte Patienten ohne Labortest als Infizierte gezählt würden, müsse sichergestellt sein, dass nicht Patienten mit normaler Grippe mitgezählt würden, sagte Ryan. +++ Coronavirus-Infizierte fuhr in London mit Uber ins Krankenhaus +++Nach den ersten bestätigten Sars-CoV-2-Infektionen wächst in London die Sorge vor einer Ausbreitung des neuartigen Virus. Eine Frau hatte sich entgegen den Anweisungen direkt in einer Notaufnahme in der britischen Hauptstadt vorgestellt, wie das Krankenhaus im Stadtteil Lewisham mitteilte. Für zwei Mitarbeiter der Klinik, die mit der Patientin in Kontakt kamen, wurde vorsorglich eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet. Angereist war die Frau mit einem Uber-Taxi. Der Fahrer sei aber nicht in Gefahr, sich angesteckt zu haben, teilte die britische Gesundheitsbehörde Public Health England mit. Da die Fahrt weniger als 15 Minuten gedauert habe, gelte kein erhöhtes Risiko.Der Vorfall hatte sich bereits am Sonntag ereignet. Die Frau soll britischen Medienberichten zufolge chinesische Staatsbürgerin sein und sich in China angesteckt haben. Sie wurde zur Behandlung in die Guy’s-and-St.-Thomas‘-Klinik in London eingewiesen. +++ Wegen Covid-19: Indonesische Stadt verbietet Verkauf von Fledermäusen +++Aus Sorge vor dem Coronavirus Sars-CoV-2 hat eine indonesische Stadt den Verkauf von Ratten, Schlangen, Fledermäusen und Affen gestoppt. Der Markt in Tomohon auf Sulawesi ist dafür bekannt, dass dort solche Tiere zum Verzehr angeboten werden. Es wurde ein Team losgeschickt, das das Verbot bekannt machen soll, wie der Chef der lokalen Gesundheitsbehörde, Isye Liuw, der Deutschen Presse-Agentur sagte.Nach derzeitigem Stand infizierten sich die ersten Menschen auf einem Wildtiermarkt im chinesischen Wuhan mit dem neuartigen Virus. Von welchem Tier der Erreger auf den Menschen übersprang, ist unklar. Ursprüngliches Reservoir sind wahrscheinlich Fledermäuse. Viele Infektionskrankheiten des Menschen, darunter Tollwut, Mers und Ebola, kommen aus dem Tierreich. Gerade Säugetiere tragen Erreger, die auf den Menschen überspringen können. Als mögliche Überträger neuer Coronaviren gelten unter anderem Fledermäuse und Flughunde.+++ WWF kritisiert illegalen Handel mit möglichem Überträger von Coronavirus +++Die Umweltorganisation WWF hat den massiven illegalen Handel des Schuppentiers und möglichen Überträgers des neuartigen Coronavirus kritisiert. Schuppentiere gelten weiter als die meistgeschmuggelten Tiere weltweit, wie der WWF warnte. Die Ausbreitung des Coronavirus zeige, „dass die Konsequenzen des illegalen Geschäfts weit über den Verlust unserer Biodiversität hinausgehen“.    Allein in den vergangenen zwei Jahren hätten die Behörden trotz internationalen Handelsverbots weltweit mehr als 130.000 Tonnen an Schuppentierschuppen beschlagnahmt, erklärte Katharina Trump, WWF-Expertin für illegalen Artenhandel, anlässlich des Weltschuppentiertags am Samstag. Auch Fleisch der Tiere werde geschmuggelt und gehandelt. Die Säugetiere gelten als bedroht, der kommerzielle Handel ist verboten. Das Schuppentier könnte einer Studie zufolge Überträger des neuartigen Coronavirus sein. Die Untersuchung von mehr als tausend Proben von Wildtieren habe ergeben, dass die Gensequenz von Viren beim Schuppentier zu 99 Prozent mit der des neuartigen Coronavirus übereinstimme, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua aus der Studie der Südchinesischen Landwirtschaftlichen Universität.+++ Covid-19: Mehr als 1700 Mediziner in China erkrankt +++Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus haben sich bislang mehr als 1700 medizinische Helfer wie Ärzte und Krankenhauspersonal angesteckt. Das berichtete der chinesische Staatssender CCTV. Mindestens sechs Helfer kamen demnach ums Leben. Der überwiegende Teil der Betroffenen war demnach in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Einsatz, wo das Virus ursprünglich in der Stadt Wuhan ausgebrochen war. Die Gesamtzahl der offiziell erfassten Infektionen in China liegt mittlerweile bei fast 64.000, die der Todesfälle bei fast 1400. Allerdings gehen Experten von einer sehr hohen Dunkelziffer aus. +++ Sechs Krankenhausmitarbeiter in China an Coronavirus gestorben +++In China sind nach Behördenangaben bereits sechs Krankenhausmitarbeiter an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Zudem seien landesweit 1716 Angehörige des medizinischen Personals infiziert, teilte der Vize-Chef der chinesischen Gesundheitskommission Zeng Yixin am Freitag mit. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in der Volksrepublik insgesamt liegt inzwischen bei mehr als 64.000.    Mehr als 1100 der Infektionen unter Ärzten und Pflegern wurden laut Zeng in der zentralchinesischen Provinz Hubei gelegenen Metropole Wuhan nachgewiesen, wo das Virus im Dezember erstmals aufgetreten war. Rund 400 weitere seien in anderen Städten in Hubei bestätigt worden. Zeng hob die großen Risiken hervor, denen Ärzte und Krankenpfleger angesichts der Engpässe bei Schutzanzügen und Atemschutzmasken bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten ausgesetzt seien. +++ Deutschland: Erster Coronavirus-Patient aus Klinik entlassen +++Der erste von 16 Coronavirus-Patienten in Deutschland ist aus einer bayerischen Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Alle Entlasskriterien seien erfüllt, dazu zählten mehrere negative Tests auf das Virus Sars-CoV-2. In Bayern werden 13 weitere Patienten behandelt, die allesamt in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto stehen. Dort hatte eine chinesische Mitarbeiterin das Virus eingeschleppt. Zwei weitere infizierte Menschen sind in der Frankfurter Uniklinik untergebracht. Bei ihnen war das Virus nach einem Rückholflug aus Wuhan festgestellt worden. Sie müssen weiter in der Klinik bleiben. Es gehe ihnen zwar gut, ein Termin für ihre Entlassung stehe aber noch nicht fest, sagte ein Kliniksprecher am Donnerstag.+++ EU beunruhigt wegen Engpässen bei Medikamenten +++Wegen des Coronavirus werden in der EU Engpässe bei Arzneimitteln und Schutzkleidung befürchtet. In China würden wichtige Wirkstoffe produziert, die für viele Medikamente nötig seien, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag bei einem Sondertreffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Die Produktionsstopps wegen des Virus bei Herstellerfirmen in China könnten in einigen Wochen zu „Lieferengpässen in Europa“ führen.Die EU-Gesundheitsminister wollen bei dem Treffen eine Reihe von Absprachen treffen, um sich auf die mögliche weitere Ausbreitung des Virus vorzubereiten. Dazu gehört nach dem Entwurf der Schlussfolgerungen auch die Aufforderung an die EU-Kommission, mit nationalen Arzneimittelbehörden „die Folgen globaler Gesundheitskrisen (…) für die Verfügbarkeit von Medikamenten in der EU“ zu bewerten.+++ Japan: Erster Todesfall einer Coronavirus-Infizierten +++In Japan ist erstmals ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Eine um die 80 Jahre alte Frau, die sich mit dem Erreger infiziert hatte, sei tot, teilte der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato mit. Noch sei aber unklar, ob sie an Covid-19 oder aus anderen Gründen gestorben sei.+++ Wegen Coronavirus: IEA erwartet Rückgang der Ölnachfrage +++Der Coronavirus dürfte nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) zum ersten Rückgang der globalen Rohöl-Nachfrage seit etwa zehn Jahren führen. Die Nachfrage sei durch die neuartige Lungenkrankheit und die Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft „hart getroffen“ worden, hieß es in dem in Paris veröffentlichten Monatsbericht des Interessenverbands führender Industriestaaten. Die Experten räumten ein, dass es zum jetzigen Zeitpunkt schwer sei, eine präzise Prognose über die möglichen Folgen zu erstellen.In den ersten drei Monaten des Jahres ist laut der aktuellen IEA-Prognose mit einem weltweiten Rückgang der Ölnachfrage um durchschnittlich 435.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag zu rechnen. Zuvor hatte der Interessenverband für das erste Quartal noch einen Zuwachs um 800.000 Barrel pro Tag prognostiziert. 2020 dürften die Folgen der Virus-Krise das Wachstum der Nachfrage um etwa 30 Prozent bremsen, hieß es weiter.+++ 44 weitere Infizierte auf Kreuzfahrtschiff vor Japan +++Lage auf Corona-Schiff in Japan 23.50hUnter den Menschen an Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama ist bei weiteren 44 Menschen eine Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt. Die Betroffenen wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Damit erhöht sich die Zahl der Menschen, die sich an Bord der „Diamond Princess“ infizierten, auf 218. Vier von ihnen sind ernstlich erkrankt. Unter den Passagieren an Bord sind nach Erkenntnissen der deutschen Botschaft in Tokio auch zehn deutsche Staatsangehörige. Die Quarantäne gilt noch bis mindestens zum 19. Februar. +++ Frankfurter Flughafen spürt Folgen der Coronavirus-Angst +++Der Frankfurter Flughafen hat im Januar die Folgen des neuartigen Coronavirus zu spüren bekommen. Unter anderem wegen des eingeschränkten Verkehrs von und nach China ging die Zahl der Passagiere im Jahresvergleich um 0,7 Prozent auf 4,6 Millionen zurück, wie der Betreiber Fraport berichtete. Die Zahl der Flugbewegungen lag in dem Monat sogar um 3,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Deutschlands größter Flughafen hatte im vergangenen Jahr zwar gerade noch einen neuen Passagierrekord von 70,5 Millionen Menschen geschafft, leidet aber bereits seit Monaten unter den ausgedünnten Flugplänen mehrerer Airlines.+++ Vietnam stellt 10.000 Dorfbewohner unter Quarantäne +++Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 sind in Vietnam mehrere Dörfer mit insgesamt rund 10.000 Einwohnern unter Quarantäne gestellt worden. Die Behörden ließen die rund 40 Kilometer von der Hauptstadt Hanoi entfernte Kommune Son Loi abriegeln, zu der mehrere Dörfer gehören. Die Maßnahme gilt demnach zunächst für 20 Tage. In der ländlichen Gegend wurden bislang sechs Fälle von Covid-19-Infektionen registriert.Die Behörden richteten rund um die Kommune Kontrollpunkte ein, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Dort sprühten Behördenvertreter in Schutzanzügen durchfahrende Fahrzeuge mit Desinfektionsmittel ein. Die Bewohner waren bereits zuvor aufgefordert worden, Menschenansammlungen zu meiden. Die Quarantänezone in Vietnam ist die erste größere außerhalb Chinas.+++ China setzt politischen Chef der Provinz Hubei ab +++Der oberste politische Chef der von dem neuartigen Coronavirus besonders hart getroffenen zentralchinesischen Provinz Hubei ist abgesetzt worden. Der Sekretär der Kommunistischen Partei für Hubei, Jiang Chaoliang, sei durch den bisherigen Bürgermeister von Shanghai, Ying Yong, ersetzt worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag meldete. Kurz zuvor hatten die Behörden in Hubei einen besonders sprunghaften Anstieg der Todesfälle um 242 weitere Verstorbene innerhalb nur eines Tages bekanntgegeben.+++ Japan hält an Olympischen Spielen fest +++Japan will ungeachtet der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wie geplant die Olympischen Spielen im Sommer austragen. Der Chef des japanischen Olympischen Komitees, Yoshiro Mori, bekräftigte am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Tokio, dass die Planung für die Spiele nicht durch die neue Lungenkrankheit Covid-19 beeinträchtigt werde. „Ich möchte noch einmal klarstellen, dass eine Absage oder Verschiebung der Tokio-Spiele nicht erwogen wurden“, sagte Mori zum Auftakt eines zweitägigen Vorbereitungstreffens mit dem IOC. Man werde mit der japanischen Regierung zusammenarbeiten und „ruhig“ mit jeglichen Problemen infolge des neuartigen Virus umgehen, sagte Mori.+++ 242 Patienten sterben, 14.840 neue Infektionen +++Die Zahl neu nachgewiesener Todesopfer durch das Coronavirus hat sich in China in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Vergleich zum Vortag mehr als verdoppelt. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen verzehnfachte sich fast. Wie das chinesische Staatsfernsehen am Donnerstag berichtete, wurden 242 neue Todesopfer registriert, womit die Gesamtzahl der Toten in der Provinz seit Ausbruch der Krankheit bei 1310 liegt. Die Zahl der nachgewiesenen Infektion stieg um 14.840 auf nun 48.208 bekannte Fälle. Wie der sprunghafte Anstieg in der Statistik zu erklären ist, war zunächst unklar. Wie das Staatsfernsehen berichtete, habe die Provinz die „Diagnoseergebnisse überarbeitet“. Patienten seien gemäß der neuen Klassifikation diagnostiziert worden. +++ Veranstalter sagen Mobilfunkmesse MWC in Barcelona wegen Coronavirus Covid-19 ab +++MWC Absagen 13.15Nach dem Rückzug zahlreicher Aussteller aus Furcht vor dem Coronavirus ist die Mobilfunkmesse World Mobile Congress in Barcelona abgesagt worden. Die ursprünglich für den 24. bis 27. Februar geplante Messe finde wegen der „weltweiten Besorgnis über den Ausbruch des Coronavirus“ nicht statt, erklärte der Veranstalter GSMA am Mittwochabend. In den vergangenen Tagen hatten unter anderem der US-Onlineriese Amazon, der japanische Sony-Konzern, die Telekom und LG Electronics aus Südkorea ihre Teilnahme an der Messe aufgrund der Gesundheitsgefahr für alle Anwesenden durch die Epidemie abgesagt. Die Messe in Barcelona ist mit üblicherweise mehr als 100.000 Besuchern und rund 2800 Ausstellern aus aller Welt eine der wichtigsten Branchenschauen.+++ Umfrage: Menschen empfinden Coronavirus als große Bedrohung +++Eine Mehrheit der Menschen in acht Ländern empfindet einer Umfrage zufolge die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus als große oder sehr große Bedrohung. Knapp jeder zweite Deutsche sieht in der neuartigen Lungenkrankheit eine solche weltweite Bedrohung, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten internationalen Befragung des Instituts Ipsos hervorgeht.Nur 16 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass die Auswirkungen durch das Virus eher gering oder sehr gering sind. In anderen Ländern ist die Angst vor dem Virus größer. Vor allem in Japan (66 Prozent), Australien (61 Prozent) und den USA (55 Prozent) sehen die Befragten eine große oder sehr große Bedrohung für die Welt durch die Epidemie. Das Bedrohungsempfinden in Großbritannien, Kanada und Russland ist niedriger als in Deutschland.+++ Bundesinstitut hält Coronavirus-Pandemie für möglich +++Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 könnte nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) international in größerem Ausmaß um sich greifen. „Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann“, heißt es in einem Bericht, den das Berliner Institut am Mittwoch im Internet veröffentlicht hat. Davon seien Länder mit geringen Ressourcen im Gesundheitssystem besonders stark betroffen. „Aber auch in Ländern wie Deutschland könnte dies zu einer hohen Belastung der medizinischen Versorgung führen“, hieß es.Die Experten schreiben auch, dass ein Aufeinandertreffen mit einem Infizierten für Menschen in Deutschland derzeit sehr unwahrscheinlich sei. Die Einschätzung könne sich aber jederzeit ändern. Die Situation entwickle sich sehr dynamisch und müsse ernst genommen werden.+++ Spahn: „Fiebermessen an Flughäfen macht keinen Sinn“ +++Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Forderungen nach Temperaturmessungen an Flughäfen wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 eine Absage erteilt. „Fiebermessen an den Flughäfen macht keinen Sinn“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in einer Aktuellen Stunde im Bundestag zum Thema. Solche Messungen würden den Eindruck von Maßnahmen erwecken und eine Scheinsicherheit suggerieren. Spahn verwies darauf, dass mit dem Virus infizierte Menschen auch völlig fieberfrei sein können. +++ Reederei: Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ darf in Kambodscha anlegen +++Das aus Hongkong kommende Kreuzfahrtschiff „Westerdam“, das wegen Coronavirus-Angst an mehreren asiatischen Häfen nicht andocken durfte, steuert nun die kambodschanische Hafenstadt Sihanoukville an. Dies teilte die Reederei Holland America Line mit. „Wir werden um 7 Uhr Ortszeit am Donnerstag ankommen und für mehrere Tage im Hafen für die Ausschiffung bleiben“, hieß es in einer aktualisierten Mitteilung der Reederei. Die Gäste würden in den nächsten Tagen an Land gehen und dann mit Charterflügen in die Hauptstadt Phnom Penh gebracht, um von dort die Heimreise anzutreten. Man sei den kambodschanischen Behörden „extrem dankbar“ für ihre Unterstützung, hieß es weiter.+++ Telekom sagt Teilnahme an MWC in Barcelona ab +++Nach mehreren prominenten Absagen in den vergangenen Tagen hat auch die Telekom ihre Teilnahme am Mobile World Congress (MWC) in Barcelona abgesagt. „Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen“, teilte das Unternehmen am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter mit, doch „die Gesundheit unserer Mitarbeiter und all unserer Gäste dort geht vor“. Auch andere Unternehmen bleiben der Mobilfunkmesse wegen des Coronavirus fern.+++ Spahn sieht Coronavirus-Situation in Deutschland „unter Kontrolle“ +++Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht die Lage hinsichtlich des neuartigen Coronavirus in Deutschland vor dem EU-Ministerrat „unter Kontrolle“. Die Situation zeige, „dass wir uns gut vorbereitet haben und sehr vorsorglich damit umgehen“, sagte er am Mittwoch am Rande einer Sitzung des Gesundheitsausschusses im Bundestag. Er könne jedoch nicht abschließend sagen, „wie es sich in den nächstes Tagen und Wochen entwickelt“.+++ EU-Fraktion fordert Fragebogen bei Einreisen +++Vor einem Treffen der EU-Gesundheitsminister hat die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europaparlament (EVP) eine einheitliche Reaktion der EU auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 gefordert. In den einzelnen Mitgliedsstaaten gebe es unterschiedliche Herangehensweisen, kritisierte der Vorsitzende der EVP-Fraktion, Manfred Weber, am Mittwoch in Straßburg. Die EU müsse endlich eine gemeinsame Strategie haben. Die Fraktion schlug vor, dass alle Reisenden bei der Einreise in die Europäische Union einen Fragebogen ausfüllen müssen, um einer weiteren Verbreitung des Virus besser vorbeugen zu können. In dem Fragebogen sollten beispielsweise neben grundsätzlichen Kontaktdaten auch Reisen nach China und Asien eingetragen werden, erklärte der italienische EVP-Abgeordnete Antonio Tajani. Auch ob in den 30 Tagen vor Einreise Grippe-Symptome vorlagen, solle festgehalten werden. Falsche Angaben müssten geahndet werden, sagte Tajani. Alle EU-Länder müssten einen einheitlichen Ansatz beim Umgang mit Einreisenden haben, betonte Vize-Vorsitzende Esther de Lange. Die Fraktion appellierte auch an EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.+++ Spahn fordert Geld aus Brüssel für Kampf gegen Virus +++Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine stärkere finanzielle Beteiligung der Europäischen Union am Kampf gegen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 gefordert. Vor einem Treffen der EU-Gesundheitsminister an diesem Donnerstag in Brüssel sagte Spahn, er wünsche sich eine Einigung auf Mittel aus dem EU-Haushalt zur Forschung im Kampf gegen das Virus. „Und ich möchte auch erreichen (…), dass die Bitte der Weltgesundheitsorganisation nach finanzieller Hilfe nicht nur von den Nationalstaaten beantwortet wird, sondern dass auch die Europäische Union mit Haushaltsmitteln sich verantwortlich fühlt“, so Spahn nach einer Unterrichtung des Gesundheitsausschusses des Bundestags am Mittwoch in Berlin.+++ Formel 1 verschiebt China-Rennen wegen Coronavirus +++Die Formel 1 verschiebt wegen des Coronavirus den Großen Preis von China. Das eigentlich für den 19. April geplante Rennen in Shanghai soll zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr nachgeholt werden, wenn die Situation sich verbessert, wie die Rennserie mitteilte.+++ Geburtstagsfeier verboten: Chinese droht mit Selbstverbrennung +++Aus Verärgerung über ein behördlich angeordnetes Verbot seiner Geburtstagsfeier wegen des Coronavirus hat ein Chinese damit gedroht, sich selbst anzuzünden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete, schnürte sich der 59-Jährige aus der südwestchinesischen Millionenmetropole Chongqing Böller um den Körper und übergoss sich in einer Behörde mit Benzin. Er habe ein Feuerzeug hochgehalten und versucht, die Mitarbeiter mit der Aktion zu zwingen, die Feier doch noch zu erlauben.Der Mann namens Wang hatte dem Bericht zufolge für ein Geburtstagsbankett Ende Januar zehn Tische reserviert. Das Festessen wurde jedoch auf behördliche Anordnung abgesagt, um eine Ausbreitung des neuartigen Erregers der Lungenkrankheit zu verhindern. Laut Xinhua wurde der Mann am Dienstag wegen ordnungswidrigen Verhaltens angeklagt. In ganz China gelten derzeit wegen des neuen Virus Covid-19 massive Beschränkungen für öffentliche Veranstaltungen.+++ Medien: Kein Formel-1-Rennen in China wegen Coronavirus +++Wegen des Coronavirus wird die Formel 1 britischen Medienberichten zufolge nicht wie geplant Mitte April in China fahren. Die Rennserie habe sich nach längerer Prüfung gegen die Austragung des Grand Prix in Shanghai am 19. April entschieden, hieß es am Mittwoch übereinstimmend in den Berichten. Offen ist noch, ob das als vierter Saisonlauf geplante Rennen komplett gestrichen oder auf einen späteren Zeitpunkt verlegt wird. Platz ist dafür allerdings im dicht gedrängten Kalender mit eigentlich 22 Rennen kaum.Zweifel gibt es zudem an der Premiere des Grand Prix in Vietnam. Der Austragungsort Hanoi liegt nur rund 150 Kilometer entfernt von der chinesischen Grenze. Der Motorsport-Weltverband FIA hatte angekündigt, die Austragung der Rennen zu bewerten und, „falls nötig, jede erforderliche Maßnahme“ zu ergreifen, „um dabei zu helfen, die weltweite Motorsportgemeinschaft und die breite Öffentlichkeit zu schützen“.+++ Zwei neue Coronavirus-Fälle in Bayern – nun 16 Infektionen in Deutschland +++In Bayern gibt es zwei neue bestätigte Coronavirus-Fälle. Damit ist ihre Zahl in Deutschland auf 16 gestiegen. Die zwei Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer aus Stockdorf bei München, bei dem vor einigen Wochen ein erster Mitarbeiter positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden war. Das berichtete das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend in München unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Einzelheiten zu den neuen Fällen wollte das Ministerium am Mittwoch bekanntgeben.+++ Wieder fast 100 neue Todesopfer durch Coronavirus in China +++Das Coronavirus hat in China innerhalb von 24 Stunden erneut fast 100 Todesopfer gefordert: Wie die Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch mitteilte, kamen landesweit im Vergleich zum Vortag 97 Todesfälle hinzu. Die Zahl der Infektionen stieg demnach um 2015 Fälle.Deutsche in Shanghai: „Wir überlegen täglich aufs Neue, ob wir ausreisen sollen“_6.45UhrSowohl die Zahl der neuen Opfer als auch die der neu erkrankten Patienten ging den offiziellen Angaben zufolge damit im Vergleich zum Vortag etwas zurück. Am Dienstag waren noch 108 Todesfälle und 2478 neue Infektionen gemeldet worden. Allerdings wird eine hohe Dunkelziffer vermutet.Die meisten Opfer kamen erneut aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus erstmals auf den Menschen übergesprungen war. Dort wurden 94 der neuen Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der Opfer auf dem chinesischen Festland liegt nun bei 1113. Bei mehr als 44.000 Menschen wurde eine Infektion bestätigt.+++ WHO: Neuartiges Coronavirus heißt jetzt offiziell „Covid-19“ +++Das neuartige Coronavirus trägt nun offiziell den Namen „Covid-19“. Der Name ersetze die bisherige Bezeichnung 2019-nCoV, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf mit. „Co“ steht demnach für „Corona“, „vi“ für „Virus“ und „d“ für „disease“ (Krankheit).2019-nCoV war demnach der provisorische Name für das Virus, nachdem die Krankheit in Erscheinung getreten war. Die neue Bezeichnung Covid-19 sei ausgewählt worden, weil sie einfach auszusprechen sei und kein Land und keine bestimmte Bevölkerung stigmatisiere, sagte WHO-Chef Tedros.+++ Webasto-Zentrale wird nach Coronavirus-Fällen wieder eröffnet +++Der von mehreren Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft getroffene Autozulieferer Webasto will seine seit zwei Wochen geschlossene Firmenzentrale an diesem Mittwoch wieder öffnen. Seit Anfang vergangener Woche habe es keinen neuen Fall gegeben, erklärte Vorstandschef Holger Engelmann am Dienstag. Eine Spezialfirma hat die Firmenzentrale im Münchner Vorort Stockdorf zudem gereinigt und desinfiziert. Eine chinesische Webasto-Mitarbeiterin hatte den Erreger unwissentlich bei einer Dienstreise nach Stockdorf eingeschleppt. Insgesamt acht Webasto-Mitarbeiter hatten sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, sie alle befinden sich nach wie vor in Krankenhäusern. Seit der Schließung arbeiten die meisten der mehr als 1000 Mitarbeiter von zuhause aus. Zum uneingeschränkten Normalbetrieb wird Webasto vorerst noch nicht zurückkehren: Dienstreisen von und nach China soll es bis voraussichtlich Ende Februar nicht geben. Außerdem gelten verschärfte Hygienevorgaben.+++ Hongkong räumt wegen Coronavirus Teile eines Wohnblocks +++Nachdem sich vier Menschen in zwei verschiedenen Wohnungen eines Wohnblocks in Hongkong mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, ist das 35-stöckige Gebäude teilweise geräumt worden. Mehr als hundert Bewohner mussten am frühen Dienstagmorgen ihre Wohnungen verlassen, während Gesundheitsexperten zu ermitteln versuchten, ob das Virus den gesamten Komplex erfasst hat, in dem insgesamt rund 3000 Menschen leben. Zuletzt hatten sich drei Familienmitglieder mit dem Virus infiziert, die zehn Stockwerke über der Wohnung eines Mannes lebten, der bereits als Träger bekannt war. Obwohl der Übertragungsweg noch unklar war, wurden alle Wohnungen geräumt, die am selben Abflussrohr angeschlossen waren. Nach Angaben der Behörden handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO)© Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE+++ WHO-Chef: Neuartiges Coronavirus ist „sehr ernste Bedrohung“ für die Welt +++Das neuartige Coronavirus ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO eine weltweit „ernste Bedrohung“. Zwar beschränkten sich derzeit noch rund 99 Prozent der Infektionsfälle auf China, doch stelle das Virus auch eine „sehr ernste Bedrohung für den Rest der Welt dar“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf zum Auftakt einer internationalen Experten-Konferenz zum Kampf gegen die Epidemie. Der WHO-Chef forderte alle betroffenen Länder erneut auf, ihre medizinischen und wissenschaftlichen Daten zu teilen. Gleichzeitig rief er zu globaler „Solidarität“ auf.+++ Virus-Angst: Kreuzfahrtschiff wird in Asien Andocken verweigert +++Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus kann in Asien ein aus Hongkong kommendes Kreuzfahrtschiff nicht andocken – obwohl keine Fälle an Bord bekannt sind. Thailands Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul erklärte am Dienstag bei Facebook, er habe untersagen lassen, dass das Schiff festmacht. Zuvor hatten dies schon Taiwan und Japan verweigert, wie die Reederei Holland America Line schilderte. Ursprünglich wollte das Schiff rund 120 südöstlich von Bangkok anlegen. Thailands Regierungschef Prayut Chan-o-cha versicherte, der „Westerdam“ würden bei Bedarf Treibstoff, Wasser und Lebensmittel gebracht. An Bord sind nach Angaben der Reederei rund 1500 Gäste und 800 Besatzungsmitglieder. In Thailand sind bislang 33 Fälle des neuartigen Virus bekannt, das eine Lungenkrankheit auslösen kann. Die Reederei schrieb vor einigen Tagen auf ihrer Homepage, die Gäste seien in Sicherheit. Es werde für sie gut gesorgt. Das Schiff sei nicht in Quarantäne. Es gebe kein Grund anzunehmen, dass es Fälle des Coronavirus an Bord gebe. Auf der Homepage schilderte die Reederei auch eine Reihe von medizinischen Vorsorgemaßnahmen, die getroffen würden.Japan hilft China 21.00+++ Zwei negativ getestete Japaner nun doch an neuartigem Coronavirus erkrankt +++Zwei aus Wuhan evakuierte Japaner sind an dem neuartigen Coronavirus erkrankt, obwohl ihre Tests zuvor negativ ausgefallen waren. Wie das japanische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurde einer von ihnen sogar zwei Mal getestet, ohne dass das Virus entdeckt wurde. Beide Männer waren Ende Januar aus Wuhan, dem Epizentrum des Ausbruchs, ausgeflogen worden. Den Angaben zufolge wurde bei dem Mann zwölf Tage nach dem zweiten Test nun doch die Atemwegserkrankung nachgewiesen. Seit seiner Rückkehr nach Japan am 29. Januar wurde er in einem Hotelzimmer unter Quarantäne gestellt. Der zweite Mann war laut Gesundheitsministeriums am 30. Januar zurückgekehrt und zunächst ebenfalls negativ getestet worden. Ein zweiter Test am Montag habe dann das Virus nachgewiesen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO beträgt die Inkubationszeit des neuartigen Coronavirus rund 14 Tage.    In Japan sind damit insgesamt 28 Menschen an dem Virus erkrankt. Dutzend weitere infizierte Staatsbürger befinden sich zudem auf einem unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff vor der Küste des Landes. Bislang sind auf der „Diamond Princess“ mehr als 130 Menschen erkrankt. Japanische Behörden holten am Dienstag 65 jüngst erkrankte Passagiere und Besatzungsmitglieder von dem Schiff.   +++ Zwei „Bürgerjournalisten“ in Wuhan festgesetzt +++Zwei chinesische „Bürgerjournalisten“, die über den Ausbruch des Coronavirus und die überfüllten Krankenhäusern in Wuhan im Internet berichtet haben, sind von der chinesischen Polizei festgesetzt worden. Wie die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Dienstag unter Hinweis auf Familie und Freunde berichtete, hätten Polizisten den Anwalt Chen Qiushi und den Blogger Fang Bin „unter dem Vorwand der Quarantäne abgeholt“. Seither seien beide nicht mehr über ihr Handy erreichbar, was in Isolation normalerweise möglich sein müsste. Keiner von beiden habe Symptome einer Infektion gehabt. „Wer in normaler Quarantäne steckt, kann telefonieren“, sagte die in New York ansässige Forscherin Wang Yaqiu von Human Rights Watch. „Beide haben die Zustände in Wuhan untersucht und unverblümt darüber gesprochen.“ Die Videos von Fang Bin, der auch Leichensäcke gefilmt und auf Youtube hochgeladen hatte, waren um die Welt gegangen. Auch Chen Qiushi hatte in den überforderten Krankenhäusern der schwer betroffenen Stadt Wuhan gefilmt.+++ Zahl der Toten in China steigt auf über 1000 +++Das neuartige Coronavirus hat in China schon mehr als 1000 Menschen das Leben gekostet. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden fielen der Lungenkrankheit weitere 108 Menschen zum Opfer, womit bislang insgesamt 1016 Menschen in China an der Lungenkrankheit gestorben sind. Das teilte die Gesundheitskommission in Peking am Dienstag mit. Allein 103 neue Opfer wurden aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei gemeldet. Während die Zahl der Toten so schnell stieg wie noch nie seit Ausbruch der Krankheit, ging die Zahl neuer Infektionen am Dienstag im Vergleich zum Vortag zurück. Landesweit wurden 2478 weitere Erkrankungen gemeldet, somit stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen auf dem chinesischen Festland auf 42.638.+++ Coronavirus: China feuert Chefs der Gesundheitskommission in Hubei +++Der Ausbruch des Coronavirus in China zieht personelle Konsequenzen nach sich: Wie Chinas Staatsfernsehen am Dienstag berichtete, sind die Chefs der Gesundheitskommission in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei entlassen worden. Zhang Jin, Parteisekretär der Gesundheitskommission von Hubei, und Liu Yingzi, der Direktor der Behörden, wurden demnach von Wang Hesheng, dem stellvertretenden Leiter der Nationalen Gesundheitskommission, abgelöst. Zuletzt war in China immer mehr Kritik an der Untätigkeit oder langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch laut geworden. Trauer um Arzt mit Coronavirus 08.19+++ WHO-Expertenteam nimmt Arbeit in China auf +++Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Expertenteam nach China geschickt, um weitere Informationen über das Coronavirus zu sammeln. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Montag in Genf, dass das Team nun die Grundlage legen solle für ein dann größeres, internationales Expertenteam. Tedros betonte, dass dem Team freie Hand gelassen werde bei der genauen Konzeption seiner Arbeit. Die Expertengruppe solle möglichst frei an die Arbeit gehen, um dann hoffentlich Antworten auf noch offene Fragen liefern zu können. Auch die Entscheidung, ob die Experten etwa nach Wuhan reisen, liege bei diesem Team. Mit Blick auf den von der WHO initiierten Expertengipfel am Dienstag und Mittwoch in Genf machte Tedros deutlich, dass dabei die faktenbasierte Wissenschaft im Mittelpunkt stehen solle. „Wir wollen diesen Expertengipfel nicht politisieren“, sagte Tedros. „Wir sollten als ein Menschengeschlecht hart daran arbeiten, dieses Feuer zu bekämpfen, bevor es außer Kontrolle gerät.“+++ Hamburg Ballett fährt wegen Coronavirus nicht nach Asien +++Das Hamburg Ballett unter Leitung von John Neumeier fährt wegen des Coronavirus nicht nach Macau und Singapur. „Es wird empfohlen, alle Großveranstaltungen abzusagen. Daher wäre es nicht vernünftig, wenn wir dort gastieren würden“, sagte Ballett-Chef John Neumeier am Montag in Hamburg. Die Compagnie wollte vom 21. bis 23. Februar in Singapur und vom 28. Februar bis zum 1. März in Macau auftreten. Auf dem Programm standen „Die Kameliendame“ und „Nijinsky“. Ob die Tournee nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Die Compagnie hat in den vergangenen 47 Jahren bereits mehr als 1000 Gastspiele in 30 Ländern gegeben. Im Frühjahr 2021 will das Hamburg Ballett auf eine große Tournee nach Japan gehen.+++ Inkubationszeit bei Coronavirus vielleicht bis zu 24 Tage +++Die Inkubationszeit beim neuen Coronavirus könnte Analysen zufolge in seltenen Fällen bis zu 24 Tage betragen und damit 10 Tage mehr als bisher angenommen. Im Schnitt betrage der Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen wohl drei Tage und damit weniger als die bisher angenommenen gut fünf Tage, ergab eine Auswertung des renommierten Experten Zhong Nanshan nach Angaben der „China Daily“ vom Montag. Der Leiter des nationalen Expertengremiums zur Eindämmung der Lungenkrankheit hatte mit seinem Team 1099 Fälle aus 552 Krankenhäusern in China untersucht. Es handelt sich allerdings um vorläufige Ergebnisse, die weiterer Bestätigung bedürfen.Ohne genaue Kenntnis der Methode lasse sich zunächst nicht sagen, wie gesichert die neuen Erkenntnisse seien, sagte der Coronavirus-Experte Christian Drosten von der Berliner Charité zu der Analyse in China. „Eine häufige Fehlerquelle bei scheinbar sehr langen Inkubationszeiten ist eine unbemerkte zwischenzeitliche Exposition.“ Nur unter sehr kontrollierten Bedingungen lasse sich ausschließen, dass Betroffene dem Erreger mehrfach hintereinander ausgesetzt waren. Einen Grund zur Änderung von Richtlinien oder Einschätzungen sehe er daher zunächst nicht.+++ Coronavirus in Bayern: Kontaktpersonen aus Quarantäne entlassen +++Knapp zwei Wochen nach Bekanntwerden des ersten Coronavirusfalls in Deutschland haben erste Kontaktpersonen von Infizierten die häusliche Quarantäne verlassen können. Allein im Landkreis Starnberg sei bis Sonntag für 16 Menschen die Isolation aufgehoben worden, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mit. Rund 190 Menschen – Kollegen und private Kontaktpersonen der Infizierten – hatten sich laut LGL in häuslicher Isolierung befunden. Bis Mitte dieser Woche werde voraussichtlich der Großteil von ihnen daraus entlassen.Alle zwölf Coronavirusfälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto; betroffen sind Mitarbeiter sowie einige Angehörige. Bei Webasto hatte sich im Januar ein Mitarbeiter bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, die wenig später in ihre Heimat zurückflog. Das Unternehmen hatte deshalb den Firmensitz in Gautinger-Stockdorf zwei Wochen lang für fast alle rund 1000 Mitarbeiter geschlossen und sie gebeten, im Homeoffice zu arbeiten. Ab Mittwoch sollen die Kollegen wieder ins Firmengebäude können.+++ Coronavirus: Volkswagen verschiebt Produktionsaufnahme in China +++ Volkswagen hat die Produktionsaufnahme seiner Fabriken in China wegen der Epidemie mit dem Coronavirus noch einmal verschoben. „Wir arbeiten hart daran, zum normalen Produktionsprozess zurückzukehren, stehen aber vor Herausforderungen wegen Verzögerungen in der Wiederaufnahme der landesweiten Lieferketten und auch wegen begrenzter Reisemöglichkeiten für Produktionsbeschäftigte“, teilte das Unternehmen am Montag mit. Beide Gemeinschaftsunternehmen dürften den Erwartungen nach aber spätestens Anfang nächster Woche die Produktion in all ihren Fabriken wieder aufnehmen. Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit waren die offiziellen Ferien zum chinesischen Neujahrsfest am 25. Januar bis Anfang dieser Woche verlängert worden. So hatte auch Volkswagen die Fertigung in seinen Werken auf seinem wichtigsten Markt ausgesetzt.+++ Coronavirus in China treibt Inflation auf höchsten Stand seit acht Jahren +++Das Coronavirus in China treibt die Inflation: Die Verbraucherpreise, vor allem für Lebensmittel, stiegen im Januar im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent, wie das chinesische Statistikamt am Montag mitteilte. Das war der höchste Anstieg seit Ende 2011. Die Epidemie beeinträchtigt die Produktion und Verteilung von Lebensmitteln. Die Inflation in China war bereits vor Ausbruch der Epidemie hoch – was vor allem am starken Anstieg der Preise für das beliebte Schweinefleisch liegt. Grund dafür ist die starke Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in der Volksrepublik. Im Januar verdoppelte sich der Preis für Schweinefleisch im Vorjahresvergleich: Er stieg laut Statistik um 116 Prozent.     Dazu kommt, dass der Konsum im Januar wegen des Neujahrsfestes Ende des Monats stark zulegte – die Chinesen kaufen zum Fest viel ein. Die Ausbreitung des Coronavirus verschärfte die Lage: Viele Straßen sind gesperrt, ganze Städte abgeriegelt, viele Menschen hamstern Lebensmittel. Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt etwa stiegen im Januar um ein Fünftel (20,6 Prozent);  darunter die für frisches Gemüse um rund 17 Prozent. +++ Testergebnisse von China-Rückkehrern: kein Virus nachgewiesen +++Die 20 China-Rückkehrer in Berlin sind nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. „Wir sind erleichtert. Alle Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus der Rückkehrerinnen und Rückkehrer in Berlin sind negativ“, teilte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag mit. „Die 14-tägige Quarantäne für die Dauer einer längstmöglichen Inkubationszeit unter Beobachtung ist eine Maßnahme, um die Betroffenen selbst und die Bevölkerung zu schützen.“ Der Bevölkerungsschutz habe höchste Priorität für sie, betonte Kalayci.Die 16 Erwachsenen und 4 Kinder waren am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet. Die Menschen, die sich in der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten hatten, kamen umgehend auf eine Quarantäne-Station auf dem Gelände der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick. Am Sonntag hieß es, die Deutschen und ihren Familienangehörigen seien wohlauf. Die Tests auf das Coronavirus sollen nun zwei Wochen lang alle vier Tage wiederholt werden.+++ Mitarbeiter in KFC-Fast-Food-Kette in China mit Coronavirus infiziert +++Ein Mitarbeiter der Schnellrestaurant-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) in China ist auch mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie chinesische Staatsmedien am Montag berichteten, soll der Beschäftigte eines KFC-Ladens im Xiaozhai-Einkaufszentrum in der alten Kaiserstadt Xi’an (Provinz Shaanxi) Ende Januar am Tresen das Essen vorbereitet haben. Seit dem Ausbruch der Lungenkrankheit hat das Mutterhaus Yum China, das die Ketten Pizza Hut und Taco Bell im Land betreibt, bereits viele Läden in China geschlossen. Der Gesundheitszustand des Betroffenen und andere Details wurden nicht genannt. In der Provinz Shaanxi gibt es inzwischen mehr als 200 Fälle.+++ Zahl der Infektionen in China steigt weiter – 908 Tote +++Die Zahl neuer Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden landesweit 97 neue Todesfälle bestätigt. Damit sind bislang mehr als 908 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg um 3062 auf 40.171 Fälle. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich in der Stadt Wuhan ausgebrochen war, kamen 2618 Infektionen und 91 Todesfälle hinzu. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt mehr als 300 Erkrankungen bestätigt, davon 14 in Deutschland. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong durften derweil 3600 Passagieren und Besatzungsmitglieder nach tagelanger Quarantäne am Sonntag ein Kreuzfahrtschiff verlassen. Die „Word Dream“ war vergangenen Mittwoch in der Finanzmetropole festgesetzt worden, da bei drei früheren Passagieren das Virus nachgewiesen worden war. Zudem litten drei Besatzungsmitglieder an Fieber. Der ursprüngliche Verdacht auf eine Infektion mit der Lungenkrankheit  bestätigte sich bei ihnen jedoch nicht.+++ 60 weitere Fälle von Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff in Japan +++An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama sind weitere 60 Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Montag bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf mindestens 130, wie der japanische Fernsehsender NHK weiter berichtete. Die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere und 1045 Crew-Mitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind nach Erkenntnissen der Deutschen Botschaft in Tokio auch zehn deutsche Staatsangehörige.+++ Rund 6200 Mediziner nach Wuhan entsandt +++Rund 6200 medizinische Fachkräfte sind am Wochenende mit 47 Charterflügen in die schwer vom Coronavirus betroffene chinesische Stadt Wuhan gebracht worden. Dies sei der vom Umfang her größte Transport medizinischen Personals seit Ausbruch der neuartigen Lungenerkrankung in China, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag unter Berufung auf die zivile Luftfahrtbehörde ACCA. Neun chinesische Fluggesellschaften hätten neben dringend benötigter medizinischer Ausstattung 34 Teams aus mehreren Provinzen befördert.+++ Flugzeug mit 20 deutschen Rückkehrern aus Wuhan in Berlin gelandet +++ Ein Flugzeug der deutschen Luftwaffe mit 20 Deutschen aus der vom Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan ist am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet. An Bord der Maschine seien außerdem auch 17 Menschen aus weiteren europäischen Ländern gewesen, erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD). Die deutschen Staatsbürger und deren Familienangehörige werden laut der Berliner Gesundheitsbehörden nun in ein DRK-Krankenhaus in Berlin-Köpenick gebracht, in dem sie 14 Tage in Quarantäne bleiben werden.+++ Coronavirus fordert mehr Tote als Sars-Epidemie +++ Die Zahl der Todesopfer in China durch das neuartige Coronavirus ist auf 811 angestiegen. Dies teilte die Nationale Gesundheitskommission am Sonntag mit. Damit starben mehr Menschen durch das neuartige Coronavirus als bei der ebenfalls durch ein Coronavirus verursachten Sars-Epidemie 2002/2003 mit weltweit 774 Toten.Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, starben seit dem Vortag 89 Menschen an den Folgen der Infektion – allein 81 davon in der zentralchinesischen Provinz Hubei. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer der Epidemie in Festlandchina und Hongkong stieg damit auf mindestens 811. Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das Virus stieg am Sonntag in China um weitere 2656 auf 37 198 Fälle. Außerhalb Chinas sind bislang mehr als 300 bestätigte Infektionen bestätigt, davon 14 in Deutschland. teaser+++ Berlin erwartet Rückkehrer aus China +++Berlin bereitet sich auf die Ankunft von etwa 20 Menschen aus der schwer vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China vor. „Die Bundesregierung hat entschieden, weitere Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Wuhan in Berlin landen zu lassen“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Samstag. Die Rückkehrer sollen an diesem Sonntag mit einem Flugzeug auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel landen. Dort werden sie laut Gesundheitsverwaltung von einem Amtsarzt in Empfang genommen. Sie sollen in einem Isolierbereich in den DRK-Kliniken in Berlin-Köpenick am südöstlichen Stadtrand von Berlin untergebracht werden. Alle Passagiere würden auf das Coronavirus getestet. Mit einem Ergebnis wird für Montagmittag gerechnet. Die Rückkehrer sollen nach den derzeitigen Plänen 14 Tage in dem Krankenhaus bleiben, untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Dafür ist die Stadt gut vorbereitet, sagte Kalayci. Die Abläufe in Berlin würden von der Senatsgesundheitsverwaltung koordiniert.+++ Fünf Briten in französischem Skiort positiv getestet +++Fünf Briten sind in einem französischen Skiort positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Sie seien alle in der gleichen Unterkunft in dem Skiort Contamines-Montjoie nahe des Mont Blanc gewesen und dort in Kontakt mit einem kürzlich aus Singapur zurückgekehrten britischen Staatsbürger gekommen, teilte Frankreichs Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Samstag mit. Die Infizierten seien im Krankenhaus, zeigten aber „keine ernsthaften Krankheitssymptome“.Corona Anstieg 09.13Der aus Singapur zurückgekehrte Brite gehöre nicht zu den fünf jetzt festgestellten Fällen. Er sei wieder in Großbritannien, erklärte die Ministerin. Behörden in Frankreich und Singapur versuchten nun, weitere mit ihm in Kontakt gekommene Menschen aufzuspüren. Das sich rasant ausbreitende Virus hat bislang in Festlandchina und Hongkong mehr als 720 Todesopfer gefordert. Über 34.500 Menschen sind nach Angaben der chinesischen Behörden mit dem Erreger infiziert. Von China aus hat sich das Coronavirus in mehr als zwei Dutzend weitere Länder ausgebreitet. Die Zahl der Infektionsfälle in Frankreich liegt nun bei elf. In Deutschland gibt es inzwischen 14 bestätigte Ansteckungsfälle.+++ Coronavirus bei Frau von Infiziertem in Bayern nachgew