Darts-WM 2020: Zwei deutsche Siege: Kurz und Hopp ziehen in die dritte Runde ein

Das Warten hat ein Ende: Seit vergangenem Freitag findet im legendären Londoner Alexandra Palace – kurz: Ally Pally – die Darts-WM 2020 (13. Dezember bis 1. Januar) statt. Insgesamt stehen beim wichtigsten Turnier des Jahres 95 Partien im K.o.-Modus auf dem Programm, ehe im Finale am Neujahrstag der neue Darts-Weltmeister ermittelt wird.Als Topfavorit gilt einmal mehr Titelverteidiger Michael van Gerwen. Den aktuell konstantesten Pfeilewerfer der Szene erwartet allerdings harte Konkurrenz. Vor allem Ex-Rugby-Profi Gerwyn Price (Wales) ist nach starken Auftritten in diesem Jahr der ganz große Wurf zuzutrauen. Daneben dürften der Engländer James Wade und der zuletzt wiedererstarkte Peter Wright (Schottland) ein Wörtchen um den Sieg mitreden wollen.Deutschland ist in Max Hopp, Gabriel Clemens und Nico Kurz mit drei Spielern bei der WM vertreten. Etwas schade: Clemens würde im Falle eines Erstrundensieges in Runde zwei direkt auf Hopp treffen, sodass das Turnier für einen der Deutschen definitiv schon früh beendet sein wird.Der stern hält Sie mit einem Ticker über die wichtigsten Infos rund um die Darts-WM 2020 auf dem Laufenden:AF_Dart-Zubehör+++ 20. Dezember: Kurz und Hopp ziehen in Runde 3 ein +++Max Hopp und Nico Kurz haben bei der Darts-WM in London die nächsten Hürden genommen und stehen in der dritten Runde. Deutschlands Nummer eins Hopp mühte sich am Freitagabend im Alexandra Palace zu einem 3:2-Sieg gegen den Niederländer Benito van de Pas, der am Mittwochabend noch Gabriel Clemens ausgeschaltet hatte. Zuvor hatte der 22-jährige Kurz seine Erfolgsgeschichte beim wichtigsten  Turnier der Welt fortgeschrieben und nach James Wilson auch Joe Cullen aus England mit 3:1 besiegt.In seinem zweiten Spiel bei der WM ließ sich Youngster Kurz keinerlei Nervosität anmerken, der Sieg ging am Ende völlig in Ordnung. In der Runde der letzten 32 geht es für Kurz am nächsten Montag (13.30 Uhr/Sport1 und DAZN) gegen Luke Humphries aus England. Der 23 Jahre alte Hopp bekommt es schon am Sonntag (14.45 Uhr) mit dem Litauer Darius Labanauskas zu tun.Für den Industriemechaniker Kurz, der sich über die Super League Darts für das wichtigste Turnier der Welt qualifiziert hatte, ist die WM jetzt schon ein riesiger Erfolg. Als Drittrundenteilnehmer ist ihm ein Preisgeld von 25.000 Pfund garantiert. „Ich bin mega glücklich. Ich kann es noch gar nicht glauben. Mir fehlen die Worte“, sagte Kurz mit brüchiger Stimme im Siegerinterview. Den Schritt ins Achtelfinale, auf den Hopp und Kurz nun die Chance haben, hat bislang kein deutscher Spieler in der WM-Geschichte geschafft.+++ 20. Dezember: Price profitiert von kuriosem Aussetzer +++Mit Ach und Krach hat sich Mitfavorit Gerwyn Price in die dritte Runde der Darts-WM 2020 gezittert. Dabei profitierte der Waliser von einem kuriosen Aussetzer seines irischen Gegners William O’Connor. Der zielte bei noch vier offenen Punkte auf die Doppel-1, anstatt mit der Doppel-2 das fünfte Leg im entscheidenden fünften Satz zu beenden. O’Connor verpasste den Check-out und Price checkte seine 75 Punkte mit drei Darts. Im sechsten Leg ließ der frühere Rugbyspieler dann seine Qualität aufblitzen und machte den Deckel drauf. „Ich wusste, dass er auf das falsche  Doppel wirft, aber ich habe ihn deswegen nicht an der Schulter angetippt“, sagte der walisische Muskelprotz nach seinem knappen und glücklichen 3:2-Sieg. „Ich fühle wirklich mit William, er war der bessere Spieler, ich hatte das Glück auf meiner Seite letzte Nacht“, gestand Price am Freitag auf Twitter. In seinem nächsten Match trifft er am 27. Dezember im ally Pally auf das schottische Schwergewicht John Henderson.+++ 19. Dezember: Sherrock nach Premieren-Sieg: Sohn war „sehr glücklich“Fallon Sherrock hat mit ihrem Premieren-Sieg einer Frau bei der Darts-WM nicht nur viele Fans, sondern auch ihren eigenen Sohn Rory stolz gemacht. „Er war sehr glücklich, dass er mich im Fernsehen gesehen hat. Und er war sehr glücklich, dass ich gewonnen habe“, erzählte die 25-Jährige am Mittwochabend bei einer extra einberufenen Pressekonferenz im Alexandra Palace von London. Der Fünfjährige, der nach Angaben der Mutter normalerweise früher schlafen geht, durfte ausnahmsweise länger aufbleiben, um Mama Fallon live bei der Darts-WM anzuschauen.Die Engländerin trifft nach ihrem historischen Sieg in Runde zwei am Samstagabend (22.00 Uhr/Sport1 und DAZN) auf den Österreicher Mensur Suljovic. „Ich hoffe, das ist der entscheidende Moment für uns Frauen. Ich hoffe, wir kriegen jetzt noch mehr Aufmerksamkeit“, sagte Sherrock. Der Weltverband PDC ließ sich nach dem positiven Echo auf die Sieg-Premiere einer Frau zunächst offen, die zwei fixen Quali-Plätze der Frauen in Zukunft aufzustocken.+++ 19. Dezember: Kurz weiter, Clemens raus – Deutsches Duell bei Darts-WM geplatzt +++Das erste deutsche Duell in der Geschichte der Darts-WM in London ist geplatzt. Gabriel Clemens verlor am späten Mittwochabend mit 2:3 gegen den Niederländer Benito van de Pas und verpasste damit das erhoffte Zweitrundenduell mit Deutschlands Nummer eins Max Hopp an diesem Freitag (22.00 Uhr/Sport1 und DAZN). Auch am Freitag (21.00 Uhr) spielen wird Debütant Nico Kurz, der unbeeindruckt von der gewaltigen Kulisse sein erstes Spiel mit 3:1 gegen Englands Routinier James Wilson gewann und nun auf den an Position 15 gesetzten Joe Cullen trifft.Clemens hatte mit dem in diesem Jahr schwächelnden van de Pas große Probleme. Er glich den Rückstand von 0:1 und 1:2 zwar jeweils aus, verlor dann aber das letzte Set haarscharf im Entscheidungsleg. Für den 22 Jahre jungen Hessen Kurz lief es deutlich besser, er gewann die ersten beiden Sätze und spielte anschließend sogar acht perfekte Darts.“Es war ein super Tag für mich. Für das Debüt hier in London kann ich mich nicht beschweren“, sagte der Hesse. Die Fans im Alexandra Palace widmeten ihm „Nico Nico Kurz“-Gesänge – und das bei seinem Premierenspiel. Bisher hat es in der Geschichte der Darts-WM noch kein Deutscher bis ins Achtelfinale geschafft.+++ 18. Dezember: Muskelprotz Price legt bei Darts-WM los +++Gerwyn Price kann es kaum erwarten. Was seine früheren Rugby-Kollegen in Japan im Oktober knapp verpassten, will der 34 Jahre alte Waliser mit dem Spitznamen „The Iceman“ nun an der Darts-Scheibe schaffen: den WM-Titel holen. „Wenn ich mein bestes Spiel zeige, dann gewinne ich – ganz egal, wie der Gegner heißt“, sagte Price, der an diesem Donnerstag (20.00 Uhr/Sport1 und DAZN) gegen den Iren William O’Connor sein WM-Auftaktspiel absolviert.In Richtung seines schärfsten Widersachers Michael van Gerwen feuerte der provozierende Muskelprotz schon einmal eine Spitze ab: er glaube nicht, dass der Niederländer wieder den Titel gewinne, stattdessen glaube er an einen neuen Weltmeister. Er selbst gilt als einer der ganz großen Favoriten, überzeugte zuletzt mit dem Titel beim Grand Slam und dem Finaleinzug bei den Players Championship Finals.Price, der auf der Bühne brüllt und protzt wie kaum ein Zweiter, hat dabei jüngst ein Erfolgsrezept verraten. Es sind die kabellosen Kopfhörer seiner Tochter, die er mit zu den Turnieren nimmt. „Meine Tochter ist schon sauer. Ich kaufe ihr jetzt neue Kopfhörer und behalte ihre für mich“, scherzte er im Gespräch mit dem Darts-Magazin „180!“. Sollten die Kopfhörer auch bei der WM helfen, winken im Fall eines Titels 500 000 Pfund (rund 592 000 Euro) Preisgeld.+++ 18. Dezember: Fallon Sherrock gewinnt als erste Frau bei einer Darts-WM +++Fallon Sherrock hat mit dem ersten Sieg einer Frau bei einer Darts-Weltmeisterschaft für eine sportliche Sensation gesorgt. Die 25 Jahre alte Engländerin schlug am Dienstagabend im Alexandra Palace von London Landsmann Ted Evetts mit 3:2 und verewigte sich mit dem Premierenerfolg im Geschichtsbuch der Trendsportart. Sherrock hatte sich nach 0:1-Satzrückstand deutlich gesteigert und ab dem zweiten Satz mit insgesamt sechs Aufnahmen mit der Maximalpunktzahl von 180 Punkten geglänzt. Am Sonntag hatte Mikuru Suzuki als erste Frau noch knapp mit 2:3 gegen James Richardson verloren. Sherrock, die sich als beste britische Darts-Spielerin den Platz im WM-Feld sicherte, trifft nun in Runde zwei auf den Österreicher Mensur Suljovic. In dem Duell am Samstagabend (22.00 Uhr/Sport1 und  DAZN) geht es für die Engländerin um den Einzug in die Runde der letzten 32.+++ 17. Dezember: Anderson lässt Dolan bei 3:0-Sieg keine Chance +++Der zweimalige Weltmeister Gary Anderson hat souverän die dritte Runde bei der Darts-WM in London erreicht. Am Montagabend bezwang „The Flying Scotsman“, wie Anderson genannt wird, seinen nordirischen Rivalen Brendan Dolan glatt mit 3:0. Vor Anderson waren überraschend die an Position zwei und vier gesetzten Engländer Rob Cross und Michael Smith aus dem Turnier geflogen. Der Drittrundengegner des Schotten steht noch nicht fest. Die deutschen Profis um Gabriel Clemens steigen erst am Mittwoch ins Turnier ein.+++ 17. Dezember: 17-Jähriges Darts-Talent Barry scheitert in Runde eins +++Der noch minderjährige Keane Barry aus Irland ist bei der Darts-Weltmeisterschaft in London schon in der ersten Runde ausgeschieden. Mit gerade einmal 17 Jahren trat Barry als drittjüngster Starter der WM-Geschichte im Alexandra Palace an und verlor am späten Montagabend mit 0:3 gegen den niederländischen Routinier Vincent van der Voort. Auch drei Aufnahmen mit der Maximalpunktzahl von 180 Punkten reichten dem Youngster mit dem Spitznamen „The Dynamite“ nicht, um das Match offen zu gestalten. Van der Voort trifft in der nächsten Runde auf den Engländer Dave  Chisnall, der als gesetzter Spieler zunächst ein Freilos hatte.+++ 16. Dezember: Starke Suzuki verliert knapp – der Ally Pally tobt +++Der erste Sieg einer Frau bei der Darts-WM in London bleibt auch nach einem packenden Duell weiter aus. Die Japanerin Mikuru Suzuki verlor am Sonntagabend im Alexandra Palace knapp mit 2:3 Sätzen gegen den Briten James Richardson. Der 37 Jahre alten Suzuki, Spitzname „Miracle“, wurde nach starken Leistungen in den vergangenen Monaten eine Überraschung beim wichtigsten Turnier der Welt zugetraut. Die Japanerin lag schon mit 0:2 Sätzen hinten – Richardson fehlte nur noch ein Leg zum Sieg. Doch nach dem ersten vergebenen Matchdart drehte die Japanerin auf, holte sich die Sätze zwei und drei und brachte den Ally Pally zum ersten Mal richtig zum Kochen. Für den Sieg reichte es am Ende nicht. Im alles entscheidenden Leg misslangen ihr gleich zwei Aufnahmen und Richardson nutze den dritten Matchdart zum Sieg.+++ 16. Dezember: Auch White und Smith scheitern früh +++Bei der Darts-WM in London geht das Favoritensterben weiter. Nach Raymond van Barneveld und Rob Cross haben sich am Wochenende auch Ian White und Vorjahresfinaliste Michael Smith aus dem Rennen um den WM-Titel verabschiedet. Der an neun gesetzte White unterlag am Sonntagnachmittag in der zweiten Runde dem Litauer Darius Labanauskas mit 1:3 Sätzen. Mit dem gleichen Ergebnis und nach einer in weiten Teilen enttäuschenden Vorstellung gegen Landsmann Luke Woodhouse verabschiedete sich am Sonntagabend auch der „Bully Boy“ aus dem Turnier.+++ 15. Dezember: Auch Ex-Weltmeister Cross fliegt überraschend raus +++Der frühere Weltmeister Rob Cross ist schon in seinem ersten Match rausgeflogen. Der Engländer mit dem Spitznamen „Voltage“ verlor in der Nacht in der zweiten Runde deutlich mit 0:3 gegen Kim Huybrechts aus Belgien. Für die erste Runde hatte Cross ein Freilos. Das überraschend frühe Aus trifft den Weltmeister von 2018 doppelt hart: zum einen galt er als einer der heißesten Titelkandidaten, zum anderen verliert er die 400.000 Pfund, die er vor zwei Jahren mit dem Titel eingespielt hatte und wird somit auch in der Weltrangliste abrutschen.+++ 15. Dezember: Van Barneveld beendet Karriere mit überraschender Pleite +++Die glorreiche Darts-Karriere von Raymond van Barneveld ist beendet. Der Niederländer schied am späten Samstagabend gleich zum Auftakt seiner letzten Weltmeisterschaft in London gegen den amerikanischen Außenseiter Darin Young mit 1:3 aus. Für den fünfmaligen Weltmeister ist das überraschende Erstrunden-Aus ein herber Rückschlag und der Tiefpunkt einer negativen Entwicklung über die vergangenen Jahre. Van Barneveld, den die Niederlagen als Profi stark gezeichnet haben, wollte in London für eine letzte große Überraschung sorgen – doch dafür reichte es nicht mehr. „Wenn du zwei Jahre in Serie in der ersten Runde verlierst, dann bist du ein Amateur. Dann gehörst du nicht mehr in dieses Spiel“, erklärte der enttäuschte 52-Jährige. „Das werde ich mir selbst bis zum Ende meines Lebens sagen.“Auf Twitter schrieb van Barneveld nach seiner Pleite: „Ich konnte mit dem Druck meines letzten Turniers nicht umgehen. Vielleicht wollte ich es zu sehr.“ Seine Fans hätten ihn zu großen Dingen inspiriert. „Aber ich habe sie enttäuscht.“+++ 14. Dezember: Der 65-jährige Paul Lim verliert in erster Runde +++Der 65 Jahre alte Paul Lim ist bei der Darts-WM schon in der ersten Runde ausgeschieden. „The Singapore Slinger“, wie Lim genannt wird, verlor deutlich mit 0:3 gegen den Engländer Luke Woodhouse. Lim waren zum Start in seine 24. WM-Teilnahme fünf Aufnahmen mit der Maximalpunktzahl von 180 Punkten gelungen, doch das reichte gegen Woodhouse nicht. Für den Routinier aus Singapur entfällt damit auch das Duell mit Englands Michael Smith, der im Vorjahr das WM-Finale erreicht hatte. Die deutschen Spieler Max Hopp, Gabriel Clemens und Nico Kurz starten erst in der kommenden Woche ins Turnier.Quelle: DPA+++ 14. Dezember: Darts-Star Van Gerwen über Gegner Klaasen: „Ich hasse ihn“ +++Titelverteidiger Michael van Gerwen hat nach seinem mühevollen WM-Auftaktsieg mit seinem Darts-Kollegen Jelle Klaasen abgerechnet. „Ich und Jelle haben eine Vergangenheit. Ich hasse ihn, deshalb wollte ich nicht gegen ihn verlieren. Das hat es für mich besonders schwierig gemacht“, sagte der 30 Jahre alte Niederländer van Gerwen nach seinem knappen Sieg gegen seinen Landsmann am Freitagabend. Van Gerwen und Klaasen pflegen eine innige Feindschaft, würdigen sich auf der Bühne keines Blickes und geben sich traditionell vor sowie nach dem Spiel auch nicht die Hand. Auslöser der Dissonanzen waren anzügliche Fotos, die Klaasen vor einiger Zeit der minderjährigen  Schwester von van Gerwens heutiger Frau geschickt haben soll. „Wenn jemand so etwas an die Schwester meiner Frau schickt, während sie vierzehn war und eine Behinderung hat, werden Sie zusammenbrechen“, kommentierte van Gerwen, der am Freitag bei der Pressekonferenz mit den Tränen kämpfen musste.Quelle: DPA+++ 14. Dezember: Titelverteidiger van Gerwen müht sich zu Auftaktsieg +++Michael van Gerwen ist mit einem mühevollen Sieg in die Darts-WM gestartet. Der 30 Jahre alte  Niederländer bezwang am späten Freitagabend in London Landsmann Jelle Klaasen mit 3:1. „Mighty Mike“, wie van Gerwen genannt wird, lag dabei mit 0:1-Sätzen zurück und hatte auch in den Sätzen zwei und drei mehrere knifflige Situationen zu überstehen. Der amtierende Champion hat nun mehr als eine Woche Pause und ist in der dritten Runde erst am 22. Dezember wieder dran.Zuvor hatte Junioren-Weltmeister Luke Humphries (England) sein Erstrundenmatch gegen den einzigen Afrika-Starter Devon Petersen (Südafrika) mit 3:1 gewonnen.Quelle: DPA+++ 13. Dezember: Darts-Champion van Gerwen sieht sich selbst als „der Beste aller Zeiten“ +++Darts-Weltmeister Michael van Gerwen sieht sich in seiner Sportart selbst im Vergleich mit Rekord-Champion Phil Taylor als absoluten Maßstab. „Er ist der erfolgreichste Spieler aller Zeiten – ich bin aber der Beste“, sagte der 30 Jahre alte Niederländer dem Darts-Magazin „180“. Der Niederländer van Gerwen hat in seiner Karriere bislang drei WM-Titel eingefahren, „The Power“ Taylor brachte es auf insgesamt 16 WM-Titel. „Phil hat das zu einer Zeit geschafft, in der wesentlich weniger Turniere gespielt wurden. Außerdem gab es viel weniger Spieler, die das Ganze professionell angegangen sind“, relativierte van Gerwen die jahrelange Siegesserie des inzwischen abgetretenen Engländers. Mighty Mike“ steigt am Freitagabend (20.00 Uhr/Sport1 und DAZN) als Titelverteidiger in die WM 2020 ein. Er wolle Taylors Leistungen nicht schmälern, betonte van Gerwen. „Es waren einfach andere Zeiten, und das Niveau war nicht so hoch.“ Nur einmal trafen die beiden Spieler auch in einem WM-Finale aufeinander: 2013 setzte sich der Engländer Taylor mit 7:4 gegen van Gerwen durch. Der Holländer stand damals noch ziemlich am Anfang seiner Karriere.Quelle: DPA+++ 13. Dezember: van Barneveld will den letzten Titel – und trainiert mit dem ewigen Rivalen +++Vor seinem allerletzten Abenteuer im Alexandra Palace hat Raymond van Barneveld nichts unversucht gelassen. Der 52-Jährige besuchte Erfolgstrainer Jürgen Klopp in Liverpool, warf noch ein paar Pfeile mit Rekordweltmeister Phil Taylor und schrieb sich auf Twitter gar mit Toni Kroos, einem der erfolgreichsten Fußball-Profis der jüngeren Vergangenheit. „Der Moment ist da. Ich hoffe, dass ich der Welt noch einmal zeige, was ich kann. Leg für Leg, Set für Set, Spiel für Spiel. Ich werde bis zum Ende kämpfen“, schrieb derDarts-Profi aus den Niederlanden in einer fast schon martialischen Aufmachung vor seiner Abschiedsshow in London. Dem Routinier mit dem Spitznamen „Barney“ reicht es endgültig. 32  Jahre Profi-Sport und fünf WM-Titel hat er hinter sich, doch in den vergangenen Jahre prägten sportliche und private Rückschläge seinen  Weg. „Ich werde etwas anderes versuchen, Urlaub machen und Zeit mit meiner Familie und meinen Enkeln verbringen. Ich werde Exhibitions spielen, aber am Ende will ich mehr Zeit für mich selbst haben“, sagte van Barneveld der Deutschen Presse-Agentur zu seinen Plänen – für ihn wird das Ende einer Erlösung gleichen. Doch vorher will er ein letztes Mal auf der großen Bühne glänzen.Quelle: DPA+++ 12. Dezember: Verbandsboss Hearn sicher: „Ganz Deutschland wird Darts schauen“ Weltverbandsboss Barry Hearn sieht eine rosige Zukunft für den Darts-Sport in Deutschland. „Ich glaube, dass der britische und der deutsche Markt sich ähneln. Wir Briten und ihr Deutsche sind Leute, die gern in der Gruppe Spaß haben, die gerne singen, die gerne etwas trinken – und die gern qualitativ hochwertigen Sport sehen, egal wo“, sagte Hearn in einem Interview des Internetportals „Spox“. Der 71-Jährige blickt deshalb voller Vorfreude auf die an diesem Freitag (20 Uhr/Sport1 und DAZN) beginnende Darts-WM in London. Hearn kann sich sogar einen echten Darts-Boom hierzulande vorstellen. „Wenn eines Tages ein Deutscher in der Weltspitze angekommen ist, wird es auf ein neues Level gehoben. Dann wird Deutschland zum Darts eine Beziehung haben wie damals zum Tennis mit Boris Becker. Ganz Deutschland wird Darts schauen“, sagte Hearn.Quelle: DPA+++ 12. Dezember: Hopp spricht von möglicher „Revanche“ gegen van GerwenDer beste deutsche Darts-Profi Max Hopp nimmt die am Freitag in London beginnende Weltmeisterschaft selbstbewusst in Angriff. „Ich weiß, dass es ein Viertelfinale gegen van Gerwen sein kann, auch die Revanche aus dem letzten Jahr, wenn ich gut drauf bin“, sagte der 23-Jährige dem TV-Sender Sport1 über ein mögliches Aufeinandertreffen mit dem Weltranglistenersten im Alexandra Palace. Im Vorjahr hatte Hopp das Duell mit van Gerwen in der dritten Runde mit 1:4 verloren.Um ins Viertelfinale zu kommen, muss Hopp drei Spiele nacheinander gewinnen. Gleich in seiner ersten Partie bekommt er es womöglich mit seinem deutschen Rivalen Gabriel Clemens zu tun, der zuvor aber den Niederländer Benito van de Pas bezwingen muss. „Er hat sich auf der Bühne speziell in den letzten Monaten sehr gut entwickelt und hat einen schönen Wurf“, sagte Hopp über Clemens. Dass es ein deutsches  Duell werden könnte, sei ihm aber „ehrlich gesagt Wurst“.Quelle: DPA+++ 11. Dezember: Kroos drückt van Barneveld die DaumenUnter die Vorfreude auf die Darts-WM dürfte sich bei so manchem Fan auch etwas Wehmut mischen: Grund dafür ist der bereits vor längerer Zeit angekündigte Rückzug von Publikumsliebling Raymond van Barneveld. Der 52-jährige Niederländer will in Darts-Rente gehen und wird zum letzten Mal im Ally Pally am Oche stehen. „Barney“, wie er liebevoll genannt wird, tut es damit Rekord-Weltmeister Phil Taylor gleich, der sich 2018 in den Ruhestand verabschiedete und es damals sogar noch einmal ins WM-Finale schaffte.Van Barneveld jedenfalls ließ keine Zweifel offen, wie sehr er sich auf das Turnier freut. „Der Moment ist gekommen. Morgen fliege ich nach London, um meine letzte Weltmeisterschaft zu spielen. Ich hoffe, ich kann der Welt noch einmal zeigen, was ich kann. Leg für Leg, Satz für Satz, Spiel für Spiel. Ich werde bis zum Ende kämpfen“, teilte der fünfmalige Weltmeister via Twitter mit – und bekam sogleich Unterstützung von prominenter Seite. So nahm Fußball-Nationalspieler Toni Kroos, selbst bekennender Darts-Fan, van Barnevelds Tweet zum Anlass, dem Niederländer alles Gute zu wünschen. „Ein letztes Mal. Auf geht’s, Raymond“, schrieb der Weltmeister von 2014 ebenfalls auf Twitter. Das wiederum blieb van Barneveld nicht verborgen. „Danke, Toni“, antwortete die Darts-Legende unter Kroos‘ Posting. Da kann doch eigentlich nichts schiefgehen … Quelle: Twitter+++ 11. Dezember: Price will Ally-Pally-Fluch endlich besiegenDer Waliser Gerwyn Price gilt bei der Darts-WM als einer der größten Herausforderer von Titelverteidiger Michael van Gerwen. Nicht ohne Grund: In den vergangenen Monaten konnte der früherer Rugby-Profi gleich mehrere wichtige Turniere gewinnen, darunter den Grand Slam of Darts, wo er seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte. Einzig: Im Ally Pally kam Price bislang nicht über das Achtelfinale (2018) hinaus. Das soll sich nun endlich ändern, wie der 34-Jährige im Interview mit Sport1 sagte.“Die letzten Jahre im Ally Pally waren sehr enttäuschend für mich. Ich hatte definitiv Möglichkeiten, Spiele zu gewinnen, konnte sie aber nicht nutzen. In diesem Jahr fühle ich mich besser“, so Price. 2019 sei ein gutes Jahr für ihn gewesen, daher hoffe er, „meine Leistungen bei der WM zu bestätigen“. An Selbstbewusstsein mangelt es dem „Iceman“, wie er sich auf der Bühne nennt, jedenfalls nicht. „Ich bin die Nummer fünf Welt (inzwischen rangiert Price gar an Position drei der „Order of Merit“, Anm. der Redaktion), da ist alles möglich“, sagte Price.Quelle:Sport1+++ 10. Dezember: Mehr als 100 Stunden Live-Bilder im TV und/oder StreamDer Sportsender Sport1 und das Streaming-Portal DAZN werden ab Freitag (20 Uhr) jeweils mehr als 100 Stunden von der Darts-WM übertragen. Bis zum Finale am 1. Januar werden alle 95 Partien live übertragen. Mit Ausnahme der drei spielfreien Weihnachtstage, an denen Sport1 und DAZN Zusammenfassungen und Highlight-Sendungen anbieten, wird jeden Tag live aus dem Alexandra Palace übertragen. Sport1 setzt bei seinen 115 Live-Stunden auf die deutschen Darts-Profis Martin Schindler und Robert Marijanovic, die nach verpasster Qualifikation nun als Co-Kommentator dabei sind. Auch bei DAZN werden alle Sessions live übertragen, als Kommentator ist wie im Vorjahr Pfeile-Experte Elmar Paulke mit von der Partie.Quelle: DPA+++ 9. Dezember: Ex-Weltmeister Cross lobt Hopp in höchsten TönenRob Cross, Darts-Weltmeister von 2018, hält große Stücke auf den besten deutschen Profi Max Hopp. „Er spielt schon seit einigen Jahren auf den großen Darts-Bühnen, aber er ist trotzdem noch sehr jung. Er hat in diesem Jahr einige Spiele mit fantastischen Leistungen und sehr hohen Averages gezeigt. Das treibt auch sein Selbstvertrauen nach oben“, sagte Cross vor der an diesem Freitag beginnenden WM in London gegenüber Sport1. Der Hesse Hopp startet als Nummer 24 der Welt ins wichtigste Turnier und hat zum Auftakt ein Freilos.Quelle: DPA+++ 6. Dezember: Max Hopp trifft Jürgen KloppIn seiner Vorbereitung auf die Darts-WM 2020 hat der Max Hopp auch dem FC Liverpool einen Besuch abgestattet. Auf einem Foto ist Hopp gemeinsam mit seinem Darts-Kollegen Raymond van Barneveld und Reds-Trainer Jürgen Klopp zu sehen. „Es war eine aufregende Zeit in Liverpool. Und jetzt auf zum Ally Pally, ich kann es nicht erwarten“, schrieb Hopp auf Twitter.Quelle: DPASexismus-Eklat bei Darts-WM: „Bei Bayern München spielt auch keine im Team“ 19.00+++ 5. Dezember: Rekord-Weltmeister Phil Taylor: Rücktritt kam zur richtigen ZeitRekord-Weltmeister Phil Taylor hat seinen Rücktritt aus der aktiven Darts-Szene nie bereut. Dies sagte der 59 Jahre alte Engländer vor der WM in London der Deutschen Presse-Agentur. „Ja, ich genieße mein Leben nach dem Rücktritt noch immer. Der Spiel- und Terminplan ist zu hart geworden, deshalb war es für mich der richtige Zeitpunkt, damit aufzuhören“, sagte „The Power“, wie Taylor genannt wird. Der 16-malige Weltmeister erzählte, dass ihn noch immer viele Ex-Kollegen fragen, ob er noch einmal auf die Profi-Tour zurückkehrt. Taylor spielt nach seinem Rücktritt vermehrt bei Schaukämpfen mit.Bei der WM plant der erfolgreichste Darts-Spieler der Geschichte keinerlei Auftritte, auch nicht als TV-Experte. Als Top-Anwärter auf den Titel nennt er den Weltranglisten-Ersten Michael van Gerwen und Glen Durrant, den amtierenden Weltmeister der „British Darts Organisation“ (BDO). „Michael ist natürlich der WM-Favorit, aber mein Außenseitertipp ist Durrant. Er ist ein sehr solider Spieler und noch wichtiger: ein guter Typ.“Quelle: DPA+++ 4. Dezember: Clemens will keine Fragen zu möglichem Duell gegen Hopp beantwortenBei der Darts-Weltmeisterschaft 2020 in London könnte es erstmals zu einem deutschen Duell kommen – einer der beiden Protagonisten möchte davon aber noch überhaupt nichts wissen. Dem Saarländer Gabriel Clemens, derzeit zweitbester deutscher Profi, winkt in Runde zwei ein Match gegen den besten Deutschen, Max Hopp. „Über dieses Spiel mache ich mir gar keine Gedanken. Ich werde auch gar keine Fragen dazu beantworten“, sagte Clemens bei „Checkout – Der Darts-Podcast“. Der Grund ist simpel: Der 36-Jährige muss zuvor sein Erstrundenmatch gegen den Niederländer Benito van de Pas überstehen, während Hopp zunächst ein Freilos hat. „Es hätte besser und schlechter kommen können“, befand „The German Giant“ zu seinem ersten Gegner.Quelle: DPA+++ 25. November: Schindler und Bunse verpassen WM-TicketDie deutschen Spieler Martin Schindler und Christian Bunse haben ein Last-Minute-Ticket für die Darts-WM in London verpasst. Beide scheiterten am Montag in Wigan bei der letzten Qualifikationschance schon vor dem Finale. Damit sind beim wichtigsten Turnier der Saison drei deutsche Spieler dabei: Der an Position 24 gesetzte Max Hopp, Gabriel Clemens sowie Nico Kurz, der vor gut einer Woche die Super League Darts für sich entschieden hatte.Quelle: DPA+++ 25. November: Hopp entgeht großen Gegnern zunächstDer beste deutsche Darts-Profi Max Hopp geht den ganz großen Gegner bei der Weltmeisterschaft in London (13. Dezember bis 1. Januar) zunächst aus dem Weg. Das geht aus der Setzliste hervor, die der Weltverband Professional Darts Corporation (PDC) am Montag veröffentlichte. Demnach ist der 23 Jahre alte Hopp an Position 24 gesetzt, so hoch wie nie zuvor in seiner Laufbahn. In der dritten Runde könnte der „Maximiser“ im Alexandra Palace auf Ian White aus England treffen. Erst im Achtelfinale würde ein Duell mit Englands ehemaligem Europameister James Wade drohen. Die Runde der letzten 16 hat bei der Darts-WM bislang noch kein deutscher Spieler erreicht.Das Duell der beiden Topfavoriten Michael van Gerwen (Niederlande) und Gerwyn Price (Wales) ist beim wichtigsten Turnier des Jahres erst im Finale möglich.Quelle: DPA+++ 17. November: Nico Kurz als dritter Deutscher für Darts-WM 2020 qualifiziertYoungster Nico Kurz hat sich als dritter Deutscher für die Darts-Weltmeisterschaft qualifiziert und wird im Dezember sein Debüt in London feiern. Der 22-Jährige aus Hanau setzte sich am Sonntag beim Finale der Super League Darts in Hildesheim gegen sieben deutsche Konkurrenten durch und steht damit im Feld für die Titelkämpfe im Alexandra Palace. Im Finale schlug Hauptrundengewinner Kurz den zweimaligen WM-Teilnehmer Martin Schindler mit 10:6.Vor Kurz hatten sich bereits Max Hopp und Gabriel Clemens über die Weltrangliste für das wichtigste Turnier des Jahres qualifiziert.Quelle: DPA

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