Die Morgenlage: Thüringen: Landes-CDU will weiter ohne Neuwahlen auskommen – Kramp-Karrenbauer räumt Schonfrist ein

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen bestimmt auch zum Ende der Woche das politische Geschehen in Erfurt und Berlin. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer tagte bis tief in die Nacht mit der Landes-CDU in Erfurt. Ergebnis der Krisengespräche: ein lauer Kompromiss. Man will versuchen auf parlamentarischem Weg und vorerst ohne Neuwahl aus der Krise zu finden. Wie das gehen soll, ist allerdings unklar. Am Morgen tagt das CDU-Präsidium in Berlin. Und auch bei der FDP rumort es weiter. Dort will FDP-Chef Christian Lindner im Parteivorstand die Vertrauensfrage stellen.Die Schlagzeilen zum Start in den TagWir haben für Sie zusammengefasst, was am Abend und in der Nacht passiert ist:Thüringer Linke, SPD und Grüne setzen Kemmerich Frist für RücktrittLinke, SPD und Grüne in Thüringen haben dem Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich (FDP) ein Ultimatum für einen Rücktritt gesetzt. Spitzenvertreter der drei Parteien forderten Kemmerich am Abend dazu auf, sein Amt bis Sonntag niederzulegen. Die Botschaft sei: „Rücktritt – und zwar eine Aussage bis Ende Sonntag“, sagte Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee in Erfurt. Kramp-Karrenbauer räumt Thüringer-CDU Schonfrist einCDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gibt der Thüringer CDU nach dem Eklat bei der Ministerpräsidentenwahl noch etwas Zeit, um auf parlamentarischem Weg und damit ohne Neuwahl aus der Krise zu finden. Sollten die parlamentarischen Möglichkeiten nicht funktionieren, sei eine Neuwahl unausweichlich, machte sie in der Nacht zum Freitag nach fünfstündigen Krisengesprächen in Erfurt deutlich.Trump feiert Freispruch: Sind durch die Hölle gegangenUS-Präsident Donald Trump hat seinen Freispruch im Amtsenthebungsverfahren bejubelt und den Prozess gegen ihn erneut mit deutlichen Worten verurteilt. „Es ist ein Fest“, sagte Trump im Weißen Haus bei einer Ansprache, zu der er Unterstützer, Kabinettsmitglieder, hochrangige Republikaner und sein Verteidigerteam eingeladen hatte. „Wir sind durch die Hölle gegangen, unfairerweise, (wir) haben nichts falsch gemacht“, sagte Trump. Das Vorgehen gegen ihn sei eine „Schande“ gewesen. „Es war böse, es war korrupt“, sagte Trump.Schlag gegen Al-Kaida im Jemen: USA töten Anführer Al-RimiDie USA haben bei einer Operation im Jemen den Anführer des dortigen Ablegers des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida getötet. Der Angriff sei auf Befehl von US-Präsident Donald Trump erfolgt, erklärte das Weiße Haus. Kassim Al-Rimi stand seit Juni 2015 an der Spitze der Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel. Auch sein Vorgänger wurde bei einem US-Drohnenangriff im Jemen getötet. Wann genau Al-Rimi getötet wurde, teilte die Regierungszentrale in Washington nicht mit.Fünffacher Mörder in den USA hingerichtetIm US-Bundesstaat Texas ist ein Mann hingerichtet worden, der unter Drogeneinfluss fünf Mitglieder seiner Familie getötet hatte. Dem 47-jährigen Abel Ochoa wurde im Gefängnis von Huntsville die Giftspritze verabreicht, wie die regionalen Strafvollzugsbehörden mitteilten. Seine Anwälte hatten bis zuletzt versucht, sein Leben zu retten. Sie argumentierten, dass Ochoa in seinem Prozess nicht angemessen vertreten worden sei.Was heute wichtig wirdDas sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:CDU-Spitze berät zu Thüringen – Lindner stellt VertrauensfrageDas Präsidium der CDU kommt um 10 Uhr in Berlin zu einer Sondersitzung zusammen, um erneut über die Konsequenzen aus der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen zu beraten. Ebenfalls in Berlin kommt um 12 Uhr der FDP-Vorstand zusammen, um die Konsequenzen aus der Wahl in Thüringen zu beraten. FDP-Chef Christian Lindner kündigte an, in der Sitzung die Vertrauensfrage zu stellen.15. Dresdner Semperopernball im Schatten einer umstrittenen EhrungIn und vor der Dresdner Semperoper sollen sich am ab 21 Uhr wieder Tausende im Walzertakt wiegen. Das Motto des 15. Semperopernballs und seines Pendants auf dem Theaterplatz lautet: „Märchenhaft rauschend – Dresden jubiliert“. Die Begeisterung ist seit der umstrittenen Ehrung von Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi mit einem Ballorden jedoch getrübt. Ihm wurde die Auszeichnung inzwischen aberkannt, weitere Ordensverleihungen auf dem Ball wurden gestrichen.Gericht entscheidet über Fortgang des Lkw-Kartellprozesses  Im größten Schadenersatz-Prozess gegen das europäische Lkw-Kartell will das Landgericht München verkünden, ob die Klage überhaupt zulässig ist. Die Lastwagenbauer MAN, Daimler, DAF, Iveco und Volvo/Renault hatten jahrelang Preislisten ausgetauscht. Mehr als 3000 Spediteure und Transportfirmen fordern 867 Millionen Euro Schadenersatz, weil sie 84.000 Lastwagen überteuert gekauft hätten.Eurojackpot mit 90 Millionen Euro gefüllt – Ziehung in HelsinkiZum zehnten Mal in seiner Geschichte hat der Eurojackpot seine maximale Gewinnhöhe erreicht. Gegen 21.00 Uhr) werden in Helsinki die Gewinnzahlen für diese europäische Lotterie gezogen, an der sich 18 Länder beteiligen.Weitere Nachrichten lesen Sie hier bei stern.de. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag und ein schönes Wochenende.Ihre stern-Redaktion

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