Erotisch oder gruselig?: „Devil Lips“: An diesem Beauty-Trend scheiden sich die Geister

Während sich der Hype um aufgespritzte Lippen langsam, aber sicher, legt, ploppt wie aus dem Nichts ein neuer Trend auf. „Devil Lips“ nennt er sich und kommt aus Russland. Dabei werden nur einzelne Partien der Ober- und Unterlippeaufgespritzt oder sogar operiert, sodass eine gezackte Lippenkontur entsteht.Als Erfinder der „Teufelslippen“ gilt ein Mann, der unter dem Pseudonym Emelian Braude auftritt. Eine Ausbildung zum Chirurgen oder wenigstens Kosmetolgen hat er nicht, wie er selbst im russischen Fernsehen freimütig gestanden hat. Ursprünglich habe er als Auslieferer für russische Kosmetik-Kliniken gearbeitet und verfüge über keinerlei medizinische Ausbildung, berichtete der russische Sender Perwyj Kanal. Dennoch hält er landesweite Kosmetikseminare ab, bei denen er den Teilnehmern unter anderem beibringt, wie man die sogenannten „Teufelslippen“ kreiert. Make-up statt Injektionen Noch lassen sich aber die wenigsten Kunden die Lippen wirklich durch Injektionen derart verformen. Die meisten greifen auf Make-up zurück, um den Effekt zu erreichen, wie etwa das russische Reality-TV-Sternchen Alisa Litinskaya. Auf Instagram postete sie ein Foto mit dem Look. „Ich habe es geschafft !!! Jetzt habe ich auch Teufelslippen. Magst du diese neue Mode?“, schrieb sie unter das Bild.Während die einen den Trend feiern, zeigen sich andere entsetzt. Skeptiker sind gar der Meinung, dass die „Devil Lips“ bloß ein Fake seien und in der Realität nicht erreichbar. Schönheitschirurgen widersprechen allerdings dieser Behauptung. „Es ist auf jeden Fall möglich, Lippen so aufzuspritzen, dass sie den wavy Look erhalten. Das ist also sicher nicht bloß ein Photoshop-Trend“, sagte Dr. Felix Bertramvon der Schweizer Klinik Skinmed gegenüber dem „Friday Magazine“. Experten warnen jedoch vor einem entsprechenden Eingriff. „Dieser Trend ist einer der schrecklichsten kosmetischen Eingriffe, die ich je gesehen habe. Langfristig kann er dazu führen, dass die Lippen über Jahre hinweg verzerrt bleiben“, sagte Schönheitsexperte Nilam Holmes dem britischen „Mirror“. Quellen:Perwyj Kanal,“Friday Magazine“, „Mirror“ 

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