Grippesaison: Händewaschen schützt vor Infektionen – diese fünf Schritte sollten Sie kennen

Türklinken, Lichtschalter, Telefonhörer: Im Laufe eines Tages berühren wir mit unseren Händen unzählige Gegenstände. All das hinterlässt Spuren. Im besten Fall harmlose – wie Staub, Fasern und Schmutzpartikel. Andere dagegen können krank machen, Viren zählen dazu, aber auch Bakterien.Sind die Erreger erst einmal auf den Händen, haben sie leichtes Spiel: Wir reiben uns die Augen, fassen uns ins Gesicht und tragen die Erreger so unbewusst auf die Schleimhäute auf, von wo sie in den Körper eindringen können. Erkältungen, Grippe, aber auch Magen-Darm-Erkrankungen werden oft über die Hände übertragen. Sie gelten als die Haupteintrittspforte für Infektionen aller Art. Und nicht nur das – die Infektion kann in beide Richtungen ablaufen: Wir stecken uns nicht nur selbst durch Keime an den Händen an, sondern infizieren auch andere Menschen, wenn wir selbst erkrankt sind. Da reicht es in die Hände zu husten und im Anschluss fleißig Hände zu schütteln. Gründliches Händewaschen braucht ZeitHändewaschen schützt in beiden Fällen, indem Krankheitserreger einfach in den Abfluss gespült werden. Zumindest in der Theorie. Die Maßnahme mutet simpel an – doch mit einfachem Einseifen und Abspülen ist es nicht getan. Fünf Schritte müssen es mindestens sein, damit das Händewaschen auch als gründlich gelten kann, heißt es auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).Diese fünf Schritte sollten es sein:Hände unter fließendes Wasser halten und die Temperatur so einstellen, dass sie angenehm ist.Die Hände im Anschluss gründlich von allen Seiten einseifen – Fingerspitzen und auch Fingerzwischenräume nicht vergessen. Flüssigseife ist hygienischer als Kernseife.Im Anschluss heißt es: reiben. Mindestens für 20 bis 30 Sekunden.Die eingeseiften Hände mit fließendem Wasser abspülen. Danach nicht mehr an den Wasserhahn fassen. Am besten lässt er sich mit einem Einweghandtuch oder dem Ellenbogen schließen.Die Hände im Anschluss gründlich abtrocknen – und auch hier die Fingerzwischenräume nicht vergessen. In öffentlichen Räumen sind Einmalhandtücher gut geeignet. Zuhause sollte es ein persönliches Handtuch für jedes Familienmitglied sein. Anders als viele Menschen glauben, ist das Händewaschen mit besonders heißem Wasser nicht besonders effektiv, sondern strapaziert die Haut nur unnötig. „Die Wassertemperatur hat keinen Einfluss auf die Reduktion der Mikroorganismen“, schreibt dazu die BZgA. „Viel wichtiger sind die Dauer des Händewaschens und das Maß der Reibung beim Einseifen der Hände.“ Jeder könne die für sich angenehme Wassertemperatur wählen.Sonderfall HändedesinfektionRegelmäßiges und gründliches Händewaschen ist in der Regel ausreichend, um einer Ansteckung vorzubeugen. Eine richtige Desinfektion der Hände ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll – zum Beispiel nach Kontakt mit Erkrankten oder wenn abwehrgeschwächte Menschen im Haushalt leben. Auch beim Betreten und Verlassen eines Krankenhauses sollten stets die Hände desinfiziert werden. Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

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