Kalifornien: Mehr Schlitz als Loch: Zwei Männer flüchten durch 55-Zentimeter-Öffnung aus Gefängnis

55 Zentimeter ist die Länge eines Koffers, der gerade eben noch als Kabinengepäck durchgeht. 55 Zentimeter ist auch die Länge eines Lochs, durch das nun zwei wegen Mordes Inhaftierte aus einem Gefängnis in Kalifornien geflohen sind. Wie der Sheriff aus dem Küstenort Monterey bekannt gegeben hat, seien Santos Samuel Fonseca, 21 und Jonathan Salazar, 20, durch die selbst fabrizierte ovale Öffnung in der Knasttoilette abgehauen. Die Männer hätten einen „blinden Fleck“ entdeckt, so ein Sprecher aus dem Büro des Sheriffs laut US-Medien.Einen blinden Fleck ausgenutztT-Rex läuft vor der Polizei weg – und die Cops lachen sich schlapp 1655Das Loch, das die beiden gebohrt haben, befand sich an einer Stelle der Decke, die nicht von den Wärtern eingesehen werden konnte, heißt es. „Wie sich gezeigt hat, haben die beiden Flüchtige den blinden Fleck in dieser Ecke des Gebäudes ausgenutzt“, sagte der Sprecher. Und weiter: „Anscheinend sind sie die Decke hoch, dann über die Wand und auf der anderen Seite wieder runter.“ Dort habe sich kein Sicherheitszaun mit Stacheldraht befunden. Fonseca und Salazar sind je 1,70 Meter groß. Wie genau die beiden das Loch in die Decke bekommen haben, müssen die Behörden noch ermitteln. Unklar ist auch, ob sie Hilfe hatten.“Wir sind enttäuscht, dass das passieren konnte“, so der Sprecher. „Wir haben den Auftrag, die Öffentlichkeit zu schützen. Wir sind enttäuscht, dass es Menschen gibt, die wegen Mordes angeklagt sind und sich nicht mehr in unserem Gefängnis befinden.“Der blinde Fleck in der Gefängnistoilette, den die Gefangenen für das Bohren eines Lochs ausnutzten© Monterey County Sheriff’s Office5000 Dollar Belohnung für ErgreifungFonseca wird verdächtigt, innerhalb weniger Tage zwei Männer ermordet zu haben, Salazar soll im Oktober 2017 den gleichaltrigen Jaime Martinez erschossen haben. Beide weisen jede Schuld von sich. Die Polizei warnt vor den Flüchtigen, sie seien bewaffnet und gefährlich. 5000 Dollar hat der Scheriff von Monterey für die Ergreifung der Männer oder Informationen über sie ausgelobt.Quellen: Monterey County Sheriff’s Office, BBC, „Los Angeles Times“

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