Nominierungen für Goldene Himbeere: Diese Filme können Sie sich definitiv sparen

In der Nacht von Sonntag zu Montag feiert sich Hollywood wieder selbst, wenn im Dolby Theatre in Los Angeles die begehrten Oscars vergeben werden. Doch für einige Stars und Filmemacher ist das Wochenende auch ein Schrecken: Denn kurz vor der Oscar-Gala werden alljährlich die Goldenen Himbeeren vergeben, die Preise für die schlechtesten Filme und enttäuschendsten schauspielerischen Leistungen.Der Anti-Oscar ist der am meisten gefürchtete und gleichzeitig lustigste Preis der US-Filmbranche, in der Regel werden große Produktionen von den etablierten Filmstudios in die Pfanne gehauen, die an den Kinokassen große Verluste einfahren. So auch in diesem Jahr: Die meisten Nominierungen kassieren das Filmmusical „Cats“ (lesen Sie hier eine Zusammenfassung der vernichtendsten Kritiken), der Action-Streifen „Rambo: Last Blood“, die Komödie „A Madea Family Funeral“ sowie die Psychothriller „The Fanatic“ und „The Haunting of Sharon Tate“ nominiert. Alle Streifen landen auf der Liste der schlechtesten Filme des Jahres.Angeblich stimmen mehr als 1000 Mitglieder aus den USA und zwei Dutzend weiteren Ländern über die Nominierungen ab.Ein Mann ist gleich viermal nominiertIn diesem Jahr sind in der Kategorie schlechteste Schauspieler neben „Rambo“-Star Sylvester Stallone auch James Franco („Zeroville“), David Harbour („Hellboy“), Matthew McConaughey („Serenity“) und John Travolta nominiert. Letzterer ist gleich zweimal vertreten („The Fanatic“ und „Trading Paint“).Cats Kritiken_12.10UhrEin Mann hat jedoch besonders hohe Chancen auf die Razzies, wie die Goldene Himbeere auch genannt wird: Komiker Tyler Perry. Er spielt in der in der Komödie „A Madea Family Funeral“ vier verschiedene Männer- und Frauenrollen und kassierte dafür ebenso viele Nominierungen, sogar die der schlechtesten Leinwand-Combo. Den Kritikern zufolge scheint er also nicht einmal mit sich selbst zu harmonieren, das muss man erst einmal schaffen.Bei den Schauspielerinnen steht Anne Heathaway hoch im Kurs, sie ist mit „The Hustle“ und „Serenity“ gleich zweimal nominiert, ebenfalls ihre Kollegin Rebel Wilson („The Hustle“), Hilary Duff („The Haunting of Sharon Tate“) und Francesca Hayward („Cats“).Die fünf Nominierten der Kategorie „Schlechtestes Remake, Rip-Off oder Sequel“ sind „Dark Phoenix“, „Godzilla: King oft he Monsters“, „Hellboy“, „A Madea Family Funeral“ und „Rambo: Last Blood“.“Joker“ könnte den Oscar gewinnen – und die HimbeereIn diesem Jahr gibt es bei der 40. Verleihung der Goldenen Himbeere eine neue Sparte, die der „rücksichtslosen Missachtung von Menschenleben und Gemeingut“. Dort treten gewalttätige Streifen wie „Hellboy“, „Rambo: Last Blood“ und „Joker“ gegeneinander an. Letzterer ist bei der Oscar-Gala am Sonntag mit insgesamt elf Nominierungen der große Favorit – unter anderem als bester Film.Zumindest über einen Preis dürfte sich tatsächlich jemand freuen: Der Himbeeren-Erlöser-Preis (im Original englisch Razzie Redeemer Award) ist ein Filmpreis, der seit dem Jahr 2015 verliehen wird und diejenige Person auszeichnet, die zuvor mindestens eine Goldene Himbeere gewonnen hat, mittlerweile aber sehr erfolgreich im Showgeschäft mitwirkt. In diesem Jahr sind Eddie Murphy („Dolemite Is My Name“), Keanu Reeves („John Wick 3“ und „Toy Story 4“), Adam Sandler („Uncut Gems“), Jennifer Lopez („Hustlers“) und Will Smith („Aladdin“) nominiert.

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