Maracanã-Stadion wird zur Corona-Klinik

Das legendäre Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro und andere brasilianische Fußball-Arenen werden im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu Krankenhäusern umgewandelt.Das legendäre Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro und andere brasilianische Fußball-Arenen werden im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu Krankenhäusern umgewandelt. Der Meister Flamengo stellt das Maracanã-Stadion und andere Einrichtungen den Gesundheitsbehörden zur Verfügung, damit dort Feldlazarette eingerichtet werden können, wie Club-Präsident Rodolfo Landim am Wochenende mitteilte. Insgesamt haben bereits zwölf der 20 Clubs der ersten brasilianischen Fußball-Liga ihre Stadien für die Behandlung von Corona-Patienten bereitgestellt. Darunter sind etwa auch Botafogo aus Rio und Corinthians aus São Paulo. Auch zahlreiche Fußballvereine aus anderen brasilianischen Ligen haben ihre Stadien den Gesundheitsbehörden überlassen.Der Fußball-Betrieb ist in Brasilien wegen der Pandemie unterbrochen. Im bevölkerungsreichsten Land Südamerikas gibt es bislang 1128 bestätigte Corona-Infektionsfälle und mindestens 18 Todesopfer.

Epidemie bestimmt den Alltag: Riesenpaket gegen die Krise: Was die Regierung jetzt plant

Am Sonntag schlug die Stunde bundesweiter Kontaktsperren. Heute will die Regierung den Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise aufnehmen – mit enormen Schutzschirmen. Doch sind diese groß genug?Ob bei Eltern, Beschäftigten oder Selbstständigen – die Corona-Epidemie bestimmt den Alltag und verursacht Existenzängste. Die Wirtschaft steht vor einem massiven Abschwung. Bedroht sind Konzerne und Kleinunternehmen.Jetzt will der Staat mit einem beispiellosen Gesetzespaket Rettungs- und Schutzschirme aufspannen. Ein Überblick:Warum greift die Regierung zu massiven Schritten?Geschäfte geschlossen, Straßen leer gefegt, Schulen und Kitas zu, Beschäftigte im Zwangsurlaub, Lieferketten unterbrochen, Absatzmärkte abgeschottet und Kliniken im Ausnahmezustand: Das kann nicht lange gut gehen.Was ist für kleine Firmen geplant?Direkte Finanzspritzen: Ganz kleine Firmen und Selbstständige, Musiker, Fotografen, Heilpraktiker oder Pfleger, die gerade kaum Kredite bekommen, können für drei Monate 9000 bis 15.000 Euro erhalten. Das soll unbürokratisch funktionieren, sie müssen nur versichern, dass sie durch Corona einen Liquiditätsengpass haben.Was sollen größere und große Unternehmen bekommen?Für mittelgroßen Firmen soll ein unbegrenztes Kreditprogramm über die staatliche Förderbank KfW bereitstehen. Große Unternehmen wie etwa die Lufthansa sollen notfalls auch durch Verstaatlichungen gerettet werden. Die Bundesregierung will ihnen milliardenschwere Garantien geben und Schuldtitel übernehmen. Wenn die Krise vorbei ist, sollen sie wieder privatisiert werden. Die Firmen in Deutschland können zudem ihre Steuern später begleichen.Wie teuer sind diese Rettungsmaßnahmen?Die Bundesregierung muss in diesem Jahr wohl so viele Schulden aufnehmen wie nie. Das Finanzministerium rechnet mit Kosten für die Hilfsprogramme von 122,8 Milliarden Euro allein 2020. Zugleich kommen wohl 33,5 Milliarden Euro weniger Steuern rein. Deshalb plant Minister Olaf Scholz (SPD) eine Neuverschuldung von 156,3 Milliarden Euro. Das sind ungefähr 100 Milliarden mehr als die Schuldenbremse im Grundgesetz erlaubt. Die Regelung soll deshalb erstmal außer Kraft gesetzt werden.Wird das Geld den Unternehmen reichen?Noch kann man das nicht absehen – niemand weiß, wie lange das öffentliche Leben gelähmt ist. Die 156 Milliarden sind laut Scholz zunächst eine vorsorgliche Summe. Viele Ökonomen und die Bundesregierung rechnen damit, dass Deutschland in eine tiefe Rezession rutscht. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag warnt vor einer «Pleitewelle unvorstellbaren Ausmaßes».Was soll für Mieter gelten, denen das Geld ausgeht?Kündigung sollen verboten werden, wenn Einkommensausfälle dazu führen, dass man die Miete nicht zahlen kann. Gelten soll dies zunächst für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Nachweisen soll man das nicht groß müssen: «Der Zusammenhang zwischen Covid-19-Pandemie und Nichtleistung wird vermutet», heißt es im entsprechenden Entwurf. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete soll aber im Grundsatz bestehen bleiben.Was soll gegen Massenarbeitslosigkeit helfen?Das bewährte Mittel aus der Finanzkrise 2008/2009: Kurzarbeit. Wenn es nichts mehr zu arbeiten gibt, kann ein Unternehmen die Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken – die Bundesagentur für Arbeit übernimmt 60 Prozent des Lohns, bei Kinderlosen 67 Prozent. Die Unternehmen bekommen Sozialbeiträge erstattet. Kurzarbeitergeld kann fließen, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind – statt wie bisher ein Drittel. Auch Zeitarbeitsunternehmen können die Leistung anzeigen.Wie viele Menschen werden davon betroffen sein?Die Regierung geht von 2,15 Millionen Fällen von konjunkturellem Kurzarbeitergeld aus – Kostenpunkt: 10,05 Milliarden Euro. In der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg und in der Systemgastronomie stocken die Unternehmen das Kurzarbeitergeld auf – die Gewerkschaften fordern das vehement generell.Was soll im sozialen Bereich geschehen?Bei Anträgen auf Hartz IV sollen die Vermögensprüfung und die Prüfung der Höhe der Wohnungsmiete für ein halbes Jahr ausgesetzt werden. Bis zu 1,2 Millionen zusätzlichen Bezieher der Grundsicherung soll es laut Regierung geben – und dadurch 10 Milliarden Euro Mehrkosten. Für die Familien mit Einkommenseinbrüchen soll ein leichterer Zugang zum Kinderzuschlag geschaffen werden: Geprüft werden soll statt das Einkommen aus den letzten sechs Monaten nur das vom letzten Monat. Eltern mit wegbrechendem Einkommen wegen Kinderbetreuung sollen Hilfen bekommen.Was will die Regierung noch tun?Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer geplanter Schritte, etwa: Eine große Finanzspritze für die Krankenhäuser von mehr als drei Milliarden Euro, mehr Kompetenzen für den Bund beim Seuchenschutz, Lockerungen beim Insolvenzrecht, die Möglichkeit zu Haupt- und Vereinsversammlungen online sowie Lockerungen beim Arbeitszeitgesetz für besonders wichtige Branchen.Wie sollen die Pakete auf den Weg kommen?So schnell es geht. An diesem Montag will das Bundeskabinett entscheiden – die Ministerriege will tatsächlich zusammenkommen, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) allerdings ist in häuslicher Quarantäne. Am Mittwoch will der Bundestag im Plenum und den wichtigsten Ausschüssen unter strengen Vorkehrungen zum Abstandhalten beraten und entscheiden. Und schon am Freitag soll der Bundestag die Gesetze abschließend beschließen – wahrscheinlich im kleinen Kreis mit einem Kabinettsmitglied pro Land.Gibt es Kritik an den Plänen?Reichlich. Zwar wird es einhellig als nötig begrüßt, dass die Regierung rasch und massiv handelt. Doch zu den Hauptkritikpunkten zählt: Die Milliarden fürs Gesundheitswesen reichten nicht – und das Kurzarbeitergeld sei für Menschen mit geringem Einkommen zu wenig. Viele soziale und kulturelle Einrichtungen fürchten zudem bundesweit das Aus. Große Sorgen machen sich Experten um Menschen mit Behinderung, Obdachlose, Arme oder auch Prostituierte in der Krise.

Corona-Hilfspaket vorerst im US-Senat gescheitert

Das zur Bekämpfung der Corona-Krise geplante gigantische US-Hilfspaket ist vorerst im Senat gescheitert.Das zur Bekämpfung der Corona-Krise geplante gigantische US-Hilfspaket ist vorerst im Senat gescheitert. Bei einer ersten Abstimmung über die Eröffnung der Debatte zu dem Vorhaben verweigerten am Sonntag die oppositionellen Demokraten ihre Zustimmung: Statt der notwendigen 60 gab es nur 47 Ja-Stimmen und ebenso viele Nein-Stimmen. Die abschließende Abstimmung über das bis zu zwei Billionen Dollar (1,869 Billionen Euro) schwere Hilfspaket sollte eigentlich am Montag stattfinden. Wegen des anhaltenden Widerstands der Demokraten warnten die Republikaner vor einem Kurssturz an den US-Aktienmärkten am Montag. Die Demokraten hatten moniert, dass das Hilfspaket nicht genügend Hilfen für Arbeitnehmer und Privathaushalte vorsehe.In den USA wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore bereits mehr als 32.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. 389 Infizierte starben. Um die Pandemie einzudämmen, gelten für mehr als ein Drittel der US-Bürger inzwischen Ausgangsbeschränkungen.

Klinische Tests von vier Mitteln gegen Coronavirus in Europa begonnen

In Europa beginnen klinische Tests von vier experimentellen Methoden zur Behandlung von Covid-19.In Europa beginnen klinische Tests von vier experimentellen Methoden zur Behandlung von Covid-19. Bei den Tests an rund 3200 Versuchspersonen kämen die Mittel Remdesivir, Lopinavir sowie Ritonavir mit oder ohne die Wirkstoffe Interferon Beta und Hydroxychloroquin zum Einsatz, teilte die französische staatliche Forschungseinrichtung Inserm am Sonntag mit. Getestet werden soll demnach an Patienten in Frankreich, Deutschland, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind und deswegen in einem Krankenhaus behandelt werden. Der Generaldirektor im französischen Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, erläuterte, die Medikamente würden „unter strikter Aufsicht“ getestet. Es sei „sehr wichtig, es schnell und unter diesen Bedingungen zu tun“, fügte er mit Blick auf die weltweit massiven Folgen der Coronavirus-Pandemie hinzu. Die Testreihe trägt nach Salomons Angaben den Namen „Discovery“ (Entdeckung), außerdem laufen laut Inserm weitere klinische Tests unter Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter dem Namen „Solidarity“ (Solidarität).Bislang sind keine Medikamente für die Behandlung des neuartigen Coronavirus zugelassen. In aller Welt forschen Institute und Firmen an Mitteln gegen den Erreger der Lungenkrankheit Covid-19.Weltweit haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 324.000 Menschen mit dem neuartigeN Coronavirus infiziert, rund 14.400 Infizierte starben. Wegen der Pandemie beschlossen zahlreiche Länder drastische Schutzmaßnahmen wie Grenzschließungen und Ausgangsbeschränkungen, die die Weltwirtschaft massiv beeinträchtigen.

Verfassungsreferendum in Guinea von tödlicher Gewalt überschattet

Das Verfassungsreferendum im westafrikanischen Guinea ist nach Angaben der Opposition von Gewalt mit mindestens zehn Todesopfern überschattet worden.Das Verfassungsreferendum im westafrikanischen Guinea ist nach Angaben der Opposition von Gewalt mit mindestens zehn Todesopfern überschattet worden. Die Polizei sei im Zuge des Urnengangs vom Sonntag, bei dem auch ein neues Parlament gewählt wurde, gewaltsam gegen Anhänger der Opposition vorgegangen, erklärte die oppositionelle Dachorganisation FNDC. Es habe „massive Festnahmen“ gegeben. Außerdem hätten die Sicherheitskräfte „blindlings“ Schüsse abgegeben und mindestens zehn Menschen getötet.Die Behörden nahmen zunächst keine Stellung zu den Vorwürfen. Die FNDC, in der sich Oppositionsparteien und Vertreter der Zivilgesellschaft zusammengeschlossen haben, rief für Montag und Dienstag zu weiteren Protesten gegen die Regierung auf.Kritiker werfen der Regierung vor, Präsident Alpha Condé mit dem Referendum eine dritte Amtszeit ermöglichen zu wollen. Bei Massenprotesten gegen die neue Verfassung wurden seit Oktober bereits mehr als 30 Menschen getötet. Die Opposition rief zum Boykott des Verfassungsreferendums und der Parlamentswahl auf. Ursprünglich sollte das Referendum bereits Anfang März stattfinden. Es wurde jedoch nach internationaler Kritik an den Wählerverzeichnissen in letzter Minute um drei Wochen verschoben. Trotz der Coronavirus-Pandemie wurde an dem neuen Wahltermin festgehalten. In Guinea wurden bislang zwei bestätigte Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert. Nachbarländer haben wegen der Pandemie bereits öffentliche Versammlungen eingeschränkt.

Bundeskanzlerin: Das erwartet Deutschland ab sofort: Merkels Statement zur Coronakrise in voller Länge

Nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten gab Angela Merkel ein Statement im Kanzleramt. Sie erklärte detailliert, woran sich die Bürger nun halten müssen. Sehen Sie hier die Pressekonferenz in voller Länge.Nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten gab Angela Merkel ein Statement im Kanzleramt. Sie erklärte detailliert, woran sich die Bürger nun halten müssen. Sehen Sie hier die Pressekonferenz in voller Länge.

Rand Paul als erster US-Senator positiv auf Coronavirus getestet

Mit dem Republikaner Rand Paul ist erstmals ein US-Senator positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.Mit dem Republikaner Rand Paul ist erstmals ein US-Senator positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Ein Mitarbeiter des 57-jährigen Politikers teilte am Sonntag mit, Paul zeige zwar keine Symptome, stehe wegen der nachgewiesenen Infektion aber unter Quarantäne. Er habe sich wegen seiner zahlreichen Reisen und Veranstaltungen vorsichtshalber testen lassen. Ihm sei kein Kontakt mit einem infizierten Menschen bewusst.Weiter hieß es, dass Pauls Mitarbeiter bereits vor anderthalb Wochen in Heimarbeit gegangen seien, so dass praktisch keiner mit dem Senator persönlichen Kontakt gehabt habe. Wann Paul sich hatte testen lassen, wurde nicht mitgeteilt. Vor dem Senator aus dem Bundesstaat Kentucky waren bereits zwei Abgeordnete des US-Repräsentatenhauses positiv auf das Virus getestet worden.Paul ist ein erklärter Kritiker von staatlichen Hilfsprogrammen als Antwort auf die Corona-Krise. Er stimmte im Senat mehrfach gegen solche Maßnahmen, die er als Verschwendung von Steuergeldern kritisiert.

Warteschlange in Nigeria nach Trumps Lob für Malaria-Mittel im Kampf gegen Coronavirus

In der nigerianischen Millionenmetropole Lagos sind nach Behördenangaben erste Fälle von Chloroquin-Vergiftungen aufgetreten, nachdem US-Präsident Donald Trump das häufig genutzte Malaria-Mittel für die Behandlung von Coronavirus-Patienten angepriesen hatte. Schon vorher sei das Medikament in Online-Netzwerken als „Heilmittel“ gegen das Virus bezeichnet worden und in einigen Vierteln der Stadt ausverkauft gewesen, sagte die Gesundheitsberaterin des Gouverneurs, Ore Awokoya, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. …