Riesige Steuerverschwendung: Bundesregierung zahlt 800.000 Euro, um weiterhin veraltetes Windows 7 zu nutzen

Ein veraltetes Betriebssystem auf Rechnern der Bundesministerien und Bundesbehörden kostet die Regierung in diesem Jahr 800.000 Euro. Da Microsoft seit dem 14. Januar die Software Windows 7 nicht mehr kostenlos unterstützt, muss die Regierung nun für die weitere Nutzung spezielle Updates kaufen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, über die das „Handelsblatt“ am Dienstag berichtete und die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Regierung rechnet demnach auch in den kommenden beiden Jahren mit Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro wegen des alten Betriebssystems.Betroffen sind 2020 laut der Antwort mindestens 33.000 Computer, auf denen noch die alte Software läuft. Es gebe aber keine „zentrale Übersicht“ über die Umstellung vom alten auf das neue System, heißt es vom Parlamentarischen Staatssekretär Günter Krings (CDU) in der Antwort der Regierung. Fünf der 14 Bundesministerien seien demnach gar nicht aufgelistet. „Die Behörden und Ressorts sind für die zeitgerechte Windows-10-Umstellung nach Auslaufen des Supports von Windows 7 eigenverantwortlich.““Massive Versäumnisse“Der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz sprach gegenüber dem „Handelsblatt“ von „massiven Versäumnissen“ der Regierung. Neben dem finanziellen Schaden seien die alten IT-Systeme „angesichts eines anhaltend hohen Bedrohungspotentials grob fahrlässig“.Auch der Steuerzahlerbund kritisierte die Mehrkosten. „Es hapert an einer effektiven ressortübergreifenden Abstimmung, jedes Ministerium werkelt bei der IT für sich allein“, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel dem „Handelsblatt“. Er forderte eine professionelle, einheitliche und effiziente IT der Bundesverwaltung. 

Moderator Frank Plasberg fällt wegen Krankheit aus

«Hart aber fair» muss in nächster Zeit ohne seinen Moderator auskommen. Eine Vertretin für Frank Plasberg gibt es aber bereits.«Hart aber fair» muss in nachster Zeit ohne seinen Moderator auskommen. Eine Vertretin fur Frank Plasberg gibt es aber bereits.

Leiche von seit Monaten vermisstem Brasilianer in Hamburger Wohnung gefunden

Nach dem Fund einer Leiche in der Wohnung eines 45-Jährigen in Hamburg geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen seit vier Monaten vermissten Brasilianer handelt. Der Bewohner der Wohnung sei zuvor durch eine Zeugenaussage als ein mutmaßlicher Kontakt des 29-jährigen Brasilianers ins Visier geraten, wie die Polizei in der Hansestadt am Montag mitteilte.

Johnson erleidet mit Brexit-Gesetz Teilniederlage im Oberhaus

Rund zehn Tage vor dem planmäßigen Brexit-Termin hat Großbritanniens Premierminister Boris Johnson im Oberhaus eine Niederlage erlitten. Die Mitglieder des House of Lords stimmten am Montag für eine Anpassung des Brexit-Gesetzes, mit der das Bleiberecht von in Großbritannien lebenden EU-Bürgern nach dem Brexit zusätzlich abgesichert werden soll.

News von heute: Lungenkrankheit: Zahl der Fälle in China steigt auf 473

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:Lungenkrankheit: Zahl der Fälle in China steigt auf 473 (13.19 Uhr)Nach Brand in Krefelder Zoo: Schimpansen-Männchen Limbo imponiert wiederDax steigt auf Rekordhoch (9.07 Uhr)Hacker-Angriff auf Bezos? – Saudi-Arabien weist Vorwurf zurück (7.21 Uhr)Durchbruch für Reform: Länder wollen Online-Glücksspiele erlauben (4.04 Uhr)Inzwischen neun Tote durch neuen Virus in China und rund 440 Fälle (3.31 Uhr)Die Meldungen zum Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump lesen Sie hier.Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:+++ 13.19 Uhr: Lungenkrankheit: Zahl der Fälle in China steigt auf 473 +++Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit in China ist die Zahl der Infektionen weiter gestiegen. Wie Chinas Staatsfernsehen berichtete, waren bis Mittwochabend (Ortszeit) 473 Fälle bestätigt. Demnach wurde das neuartige Virus bislang in 23 Provinzen nachgewiesen. Auch in den chinesischen Sonderverwaltungsregionen Macau und Hongkong wurden die ersten Erkrankungen bestätigt. Bislang sind nachweislich neun Menschen dem Virus in China zum Opfer gefallen. Mit der gerade laufenden Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am kommenden Samstag wächst die Gefahr einer Übertragung des Virus. Bei der größten jährlichen Reisewelle sind einige Hundert Millionen Chinesen unterwegs.+++ 13.05 Uhr: Landgericht Köln verbietet Tina-Turner-Plakat +++Wegen Verwechslungsgefahr hat das Landgericht Köln ein bestimmtes Werbeplakat für die sogenannte Tribute-Show „Simply the Best – die Tina Turner Story“ verboten. Der Name Tina Turner auf dem Plakat gemeinsam mit dem Bild einer Doppelgängerin könne den falschen Eindruck erwecken, dass Turner selbst an dieser Show mitwirken würde, urteilte das Gericht laut einer Sprecherin. Die beklagte Veranstaltungsfirma habe nicht das Recht, ein potenzielles Publikum über die Mitwirkung von Tina Turner zu täuschen, befand die Kölner Zivilkammer.Nach Gerichtsangaben wird mit dem Plakat für eine Show geworben, in der die Doppelgängerin von Tina Turner auftritt. Das Bild stellt auch nicht die heute 80-jährige weltbekannte Sängerin dar, sondern die in der Show auftretende Künstlerin mit einer Perücke und in einer Pose. Die Bildaufschrift lautet: „Die Tina Turner Story“ und „Simply the Best“ oder „Simply the Best – Das Musical“.+++ 12.55 Uhr: Tschechischer Parlamentspräsident zeigt Stinkefinger +++Der tschechische Parlamentspräsident Radek Vondracek hat von seinem Podiumsplatz im Plenarsaal in Prag den Stinkefinger gezeigt. Das berichtete die Agentur CTK. Der Vorfall ereignete sich demnach kurz vor Beginn der Sitzung des Abgeordnetenhauses. „Das war eine Reaktion auf eine andere Geste eines Kollegen und Kameraden – und selbstverständlich handelte es sich um einen Spaß“, schrieb der 46-Jährige bei Twitter und bat die Öffentlichkeit um Entschuldigung.Vondracek gehört der populistischen Partei ANO des Ministerpräsidenten und Multimilliardärs Andrej Babis an. „Der Herr Vorsitzende hat wohl vergessen, dass er nicht im Gymnasium auf der Schulbank sitzt, wo ihn die anderen Schüler vielleicht als Helden gefeiert hätten“, sagte die Oppositionsabgeordnete Vera Kovarova.Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses war bereits im vorigen März in die Schlagzeilen geraten. Damals war ein Foto aufgetaucht, das zeigte, wie Vondracek mit der Gitarre in der Hand auf dem Podium des Plenarsaals tanzte. Ein Nachspiel hatte die Sache nicht, obwohl namhafte Oppositionspolitiker seinen Rücktritt gefordert hatten. Einen ähnlichen Vorfall gab es zuletzt 2007, als der damalige Ministerpräsident Mirek Topolanek den Oppositionsbänken den Stinkefinger zeigte.+++ 12.30 Uhr: Kein Fahrverbot in Dortmund – aber Umweltspur und Tempo 30 +++Die Stadt Dortmund kommt vorerst um ein Dieselfahrverbot herum, muss im Kampf gegen hohe Stickstoffdioxid-Werte aber unter anderem eine Umweltspur einführen. Darauf haben sich das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) geeinigt, wie das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster mitteilte. Demnach einigten sich die Streitparteien in einem mehr als vierstündigen Schlichtungsgespräch am 14. Januar etwa auf eine Umweltspur auf der Brackeler Straße und Tempo 30 in diesem Bereich. Die Streitparteien vereinbarten ein 17-seitiges Gesamtkonzept, um die Luftschadstoffbelastung „kontinuierlich zu vermindern“, wie es in der Gerichtsmitteilung heißt.+++ 12.21 Uhr: Berliner Panda-Zwillinge ab 30. Januar für Zoo-Besucher zu sehen +++Berlins niedliche Panda-Zwillinge sind ab dem  30. Januar für Zoo-Besucher zu sehen. Die beiden Jungtiere würden dann gemeinsam mit ihrer Mutter Meng Meng erstmals ihren Rückzugsort hinter den Kulissen verlassen und die Innenanlage ihres Geheges erkunden, kündigte der Berliner Zoo auf Twitter an. Die Bärenbrüder Meng Yuan und Meng Xiang waren Ende August zur Welt gekommen und wiegen inzwischen jeweils mehr als acht Kilo. In den vergangenen Wochen haben sie Laufen und Klettern geübt. Der Berliner Zoo hält als einziger in Deutschland Panda-Bären. Sie sind Leihgaben aus ihrer Heimat China. Die Jungen sind der erste Zuchterfolg bei Großen Pandas im Berliner Zoo.+++ 11.16 Uhr: Nach Brand in Krefelder Zoo: Schimpansen-Männchen Limbo imponiert wieder +++Nach dem Brand im Krefelder Zoo sind die beiden überlebenden Schimpansen weiter auf dem Weg der Besserung. Männchen Limbo zeige seit vergangenem Freitag wieder Imponierverhalten. Er sträube sein Fell, klopfe laut gegen Metalltüren und wedle mit Ästen, berichtete eine Sprecherin. „Das hat er zuvor nicht gemacht.“ Dies zeige, dass der Schimpanse sich weiter psychisch stabilisiere. Für das Weibchen Bally sei dieses Dominanzverhalten des Schimpansen-Männchens normal. „Die Pfleger sind erleichtert“, sagte die Sprecherin. Vor drei Wochen in der Nacht zu Neujahr war das Affenhaus auf dem Zoogelände abgebrannt. Die beiden Schimpansen überlebten leicht verletzt. Acht weitere Menschenaffen, darunter Gorillas, Orang-Utans und ein Schimpanse, starben. Auslöser war laut Ermittlungen der Polizei eine mit einer kleinen Flamme betriebene Himmelslaterne. Für den Freitag (24. Januar) ist in Krefeld eine Gedenkveranstaltung zur Unterstützung des Zoos geplant. PAID STERN 2020_03 Massas Blick Fotografie 7.25+++ 11.15 Uhr: Zahl der Schweinehalter nimmt ab – Betriebe immer größer +++Die Schweinehaltung in Deutschland ist im Vergleich mit anderen landwirtschaftlichen Zweigen besonders stark vom Strukturwandel betroffen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, sank die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung zwischen 2010 und 2019 um mehr als ein Drittel – von 33.400 auf rund 21.600. Im Vergleich dazu ging die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 2010 bis 2019 von knapp 300.000 auf etwa 267.000 zurück, was einem Rückgang von rund 11 Prozent entspricht. Dabei verringerte sich der Schweinebestand zwischen 2010 und 2019 nur um 2 Prozent auf rund 26 Millionen Tiere – eine fast konstant bleibende Tierzahl verteilt sich also auf immer weniger Betriebe. Die Statistik verrät, dass vor allem kleine Betriebe aufgeben+++ 11.10 Uhr: Flughafenverband sieht deutsche Flughäfen gegen Coronavirus gewappnet +++Der Flughafenverband ADV hält die deutschen Flughäfen für gewappnet gegen das neuartige Coronavirus aus China. Die mögliche Einschleppungsgefahr werde durch die zuständigen Behörden „fortlaufend neu bewertet“, teilte der ADV mit. Die Entwicklung und Verbreitung der Lungenkrankheit werde „mit höchster Aufmerksamkeit beobachtet“. Für den Ernstfall gebe es detaillierte Notfallpläne.Corona in China 1415Auch die erforderlichen medizinischen Kapazitäten stünden bereit. Der Verband orientiere sich bei der Weiterentwicklung der Notfallpläne an den Vorschriften der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bislang seien von der WHO, dem Auswärtigen Amt oder dem Robert-Koch-Institut keine Reisebeschränkungen erlassen worden. Die deutschen Flughäfen seien für den Umgang mit Verdachtsfällen des Coronavirus aber vorbereitet.+++ 11.02 Uhr: Pisa-Auswertung: Mädchen wollen Lehrerin werden, Jungen IT-Spezialist +++Trotz des rasanten Wandels der Arbeitswelt sehen viele Jugendliche in Deutschland und anderen Wirtschaftsnationen ihre Zukunft in einem traditionellen Beruf. Sie streben etwa nach wie vor oft Jobs als Ärzte, Lehrer, Polizist oder Manager an, wie eine von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichte Studie ergab. In Deutschland sind die beruflichen Vorstellungen demnach etwas breiter als in anderen OECD-Ländern. Die Untersuchung beruht auf Daten der Schulstudie Pisa, bei der 15-Jährige auch nach ihren Berufsvorstellungen befragt wurden. Dabei nannten 47 Prozent der Jungen und 53 Prozent der Mädchen einen von zehn besonders häufig genannten Berufen.Die meisten 15-jährigen Mädchen in Deutschland (10,4 Prozent) sehen sich im Alter von 30 wieder in der Schule: Als Lehrerin. Dahinter folgen Ärztin (10), Erzieherin (6,4), Psychologin (4,5). Die meisten Jungen erwarten, dass sie mit 30 IT-Spezialist (6,7 Prozent), Industrie- und Automechaniker (5,2 und 5,1), Polizist (4,5) oder Lehrer (3,8) sein werden.+++ 10.30 Uhr: Krise der Fünf-Sterne-Bewegung in Italien verschärft sich +++Kurz vor einer wichtigen Regionalwahl in Italien verschärft sich die Krise der mitregierenden Fünf-Sterne-Bewegung. Parteichef Luigi di Maio stehe kurz vor einem Rücktritt von der Spitze der Protestbewegung, berichteten italienische Medien. Der 33-Jährige wolle aber weiter Außenminister bleiben. Im Tagesverlauf wolle er Sterne-Minister treffen und eventuell seinen Rücktritt verkünden. Di Maio steht seit Wochen unter Druck. Er selbst äußerte sich nicht zu den Berichten.+++ 10.26 Uhr: Griechenland wählt erstmals eine Frau zum Staatsoberhaupt +++Griechenland hat erstmals in seiner Geschichte eine Frau zum Staatsoberhaupt gewählt. Eine parteiübergreifende Mehrheit von 261 Abgeordneten votierte für Ekaterini Sakellaropoulou, wie Parlamentspräsident Costas Tassoulas mitteilte. Die 63-jährige Top-Juristin folgt auf den Konservativen Prokopis Pavlopoulos, dessen fünfjährige Amtszeit im März regulär endet.+++ 10.17 Uhr: Auch im neuen Jahr wieder Sprengstoffanschläge in Schweden +++Die Serie von vorsätzlich herbeigeführten Explosionen in Schweden geht auch im neuen Jahr weiter. Am Morgen detonierte in einem Mehrfamilienhaus in Norrköping eine Sprengladung, die im Treppenhaus deponiert war. Einige Bewohner wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt.Am Dienstag waren in zwei Wohnblöcken in den Stockholmer Stadtteilen Husby und Kista Sprengsätze hochgegangen. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit einem Anschlag in Östermalm vorige Woche, wo eine heftige Explosion ein Mehrfamilienhaus beschädigt hatte. Die Ermittler bezeichneten es als Glücksfall, dass niemand verletzt wurde.Bandenkriminalität Schweden_17.40Uhr+++ 9.34 Uhr: Dieselskandal kostet Daimler nochmal bis zu 1,5 Milliarden Euro +++Die weltweiten Rückrufe und Verfahren im Zusammenhang mit dem Dieselskandal kosten den Autobauer Daimler für 2019 nochmals bis zu 1,5 Milliarden Euro zusätzlich. Das teilte der Konzern in Stuttgart mit.+++ 9.07 Uhr: Dax steigt auf Rekordhoch +++Der Deutsche Aktienindex Dax ist auf den höchsten Stand seiner Geschichte gestiegen. Gleich zum Handelsauftakt erreichte der deutsche Leitindex 13601,65 Punkte und übertraf damit das bisherige Rekordhoch von 13 596,89 Zählern aus dem Januar 2018.+++ 8.44 Uhr: Zwei weitere Fälle von neuer Lungenkrankheit in Thailand +++In Thailand sind zwei weitere Fälle der neuen Lungenkrankheit nachgewiesen worden, an der in China bereits hunderte Menschen erkrankt sind. Zwei Patienten wurden diese Woche positiv auf das neue Virus getestet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. +++ 8.39 Uhr: Netflix steigert Zahl der Abonnenten deutlich +++Der US-Streamingdienst Netflix hat die Zahl seiner Nutzer zum Ende des vergangenen Jahres weiter deutlich gesteigert. Wie Netflix mitteilte, wuchs die Zahl der Abonnenten im vierten Quartal weltweit um 8,8 Millionen auf rund 167 Millionen. Damit stieg der Umsatz auf 5,5 Milliarden Dollar – 31 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Mit dem weltweiten Nutzerzuwachs übertraf Netflix die Prognosen von Analysten. Auf dem US-Markt allerdings blieb der Streamingdienst hinter den Erwartungen zurück: 420.000 neue Abonnenten im vierten Quartal liegen hier deutlich hinter den Zuwachsraten der Vergangenheit. +++ 7.21 Uhr: Hacker-Angriff auf Bezos? – Saudi-Arabien weist Vorwurf zurück +++Das Handy von Amazon-Gründer Jeff Bezos soll 2018 gehackt worden sein – laut „Guardian“ könnte dafür der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman verantwortlich sein. Die Botschaft des Königreichs in den USA wies die Vorwürfe via Twitter als „absurd“ zurück und forderte eine Untersuchung der Behauptung, damit alle Fakten ans Licht kommen.Die britische Zeitung schrieb am Dienstagabend unter Berufung auf anonyme Quellen, Bezos – auch „Washington Post“-Besitzer – habe im Mai 2018 eine verschlüsselte WhatsApp-Nachricht erhalten, die offenbar vom persönlichen Konto des Kronprinzen gesendet worden sei. Nach den Ergebnissen einer digitalen forensischen Analyse habe eine schadhafte Videodatei das Handy infiziert. Innerhalb weniger Stunden seien von Bezos Handy große Datenmengen heruntergeladen worden. Die Zeitung habe aber keine Kenntnisse, welche Daten vom Handy des reichsten Mannes der Welt abgeflossen seien. Die US-Boulevardzeitung „National Enquirer“ hatte Anfang des Jahres 2019 intime Details über das Privatleben des Multimilliardärs veröffentlicht – bislang war die Herkunft des Materials nicht zweifelsfrei geklärt.Der Bericht wirft auch Fragen auf, weil wenige Monate nach dem mutmaßlichen Hack der regierungskritische saudi-arabische Journalist Jamal Khashoggi im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet wurde. Khashoggi hatte als Kolumnist für die „Washington Post“ gearbeitet.+++ 7.05 Uhr: Telekom plant Fußball-EM 2024: Rechte-Verkauf, aber auch exklusiv +++Die Telekom hat nach dem überraschenden Kauf der TV-Rechte für die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland wichtige Details bekanntgegeben. „Wir wollen die EM nicht verstecken und wollen mehr als die vorgeschriebenen Spiele frei empfangbar übertragen“, sagte der Telekom-Manager Henning Stiegenroth der Nachrichtenagentur DPA: „wir wollen mit Partnern zusammenarbeiten.“Stiegenroth erklärte: „Die großen Free-TV-Sender bieten sich an: ARD,  ZDF, RTL, ProSiebenSat1. Wir sind in Gesprächen.“ Aber ein Teil der Heim-EM wird ausschließlich im Internet zu sehen sein. „Wir wollen auch Spiele nur für uns“, sagte der Telekom-Manager: „Es soll mehr als die notwendigen Spiele frei zu sehen geben, aber einige sind exklusiv nur für uns.“  Der Rundfunkstaatsvertrag schreibt vor, dass EM-Spiele der deutschen Mannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinalpartien und das Endspiel in jedem Fall frei empfangbar sein müssen. +++ 4.04 Uhr: Durchbruch für Reform: Länder wollen Online-Glücksspiele erlauben +++Die Bundesländer haben sich nach langen Verhandlungen im Grundsatz auf eine weitgehende Reform des deutschen Glücksspielmarktes geeinigt. Diese sieht vor, bisher illegale Glücksspiele im Internet wie Online-Poker oder Online-Casinos künftig zu erlauben, wie die Nachrichten aus Verhandlungskreisen erfuhr. Geplant sind aber strenge Regeln zum Spielerschutz. So soll es bei Glücksspielen im Internet ein monatliches Einzahlungslimit von 1000 Euro geben. Eingeführt werden soll außerdem eine Sperrdatei. Vorgesehen ist auch eine neue zentrale Glücksspielbehörde der Länder. Das geht aus einem Entwurf für einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag hervor, welcher der DPA vorliegt. Der Jugend- und Spielerschutz soll gewährleistet, das Entstehen von Wettsucht verhindert werden.+++ 3.31 Uhr: Inzwischen neun Tote durch neuen Virus in China und rund 440 Fälle +++An den von dem neuartigen Coronavirus ausgelösten Atemwegserkrankungen sind in China inzwischen mindestens neun Menschen gestorben. Insgesamt sei die Zahl der mit dem Erreger infizierten Menschen in der Volksrepublik auf 440 gestiegen, teilte die chinesische Regierung mit. Die bisherige Bilanz der Ausbreitung des Virus in China hatte bei sechs Toten und mehr als 300 Infizierten gelegen.Interview Virologe Coronavirus 17.20+++ 2.33 Uhr: Datenschutzbeauftragter gegen Gesichtserkennung im öffentlichen Raum +++Der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Ulrich Kelber, hat vor dem Einsatz von Technologien zur Gesichtserkennung im öffentlichen Raum gewarnt. Grundsätzlich stelle die biometrische Gesichtserkennung „einen potenziell sehr weitgehenden Grundrechtseingriff dar, der auf jeden Fall durch konkrete Vorschriften legitimiert sein müsste“, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Eine solche Legitimation sehe er derzeit nicht. „Ich würde es begrüßen, wenn in Europa die Gesichtserkennung im öffentlichen Raum untersagt würde.“Clearview gesichtserkennung 20.05+++ 2.04 Uhr: Bolsonaro kündigt Gründung von „Amazonas-Rat“ an +++Der wegen seiner Umweltpolitik international heftig kritisierte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat die Gründung eines „Amazonas-Rates“ angekündigt. Das neue Regierungsgremium solle die Aktivitäten der Ministerien zum „Schutz“ des Amazonasgebiets und zur Förderung der dortigen „nachhaltigen Entwicklung“ koordinieren, erklärte der ultrarechte Staatschef über den Kurzbotschaftendienst Twitter.Geleitet werden soll das Gremium von Vizepräsident Hamilton Mourão. Bolsonaro kündigte auch die Gründung einer Umwelt-Einsatztruppe an, die den Regenwald beschützen soll.  Die Ankündigungen der brasilianischen Regierung zum Schutz des Regenwaldes kommen kurz vor der erwarteten Vorlage eines Gesetzentwurfs, mit dem sie Naturschutzgebiete und indianische Territorien für Bergbau- und Energieunternehmen öffnen will.   Die Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes hat seit Bolsonaros Amtsantritt vor einem Jahr drastisch zugenommen.+++ 1.55 Uhr: Mann nach Sturz in Getreidesilo erstickt +++Ein Mann ist beim Arbeiten in der Nähe von Göttingen in einen Silo gefallen, in dem darin gelagerten Getreide versunken und anschließend erstickt. Die Ursache für den Sturz des 54-Jährigen war zunächst unbekannt, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Der zunächst als vermisst gemeldete Mann wurde am Abend nach eineinhalb Stunden tot aus dem Silo in Rosdorf geborgen.+++ 0.21 Uhr: Weltkriegsbombe im Zentrum Berlins entschärft – Sperrungen aufgehoben +++Die am Dienstagvormittag im Zentrum Berlins gefundene Weltkriegsbombe ist kurz nach Mitternacht von Spezialisten der Polizei entschärft worden. Das teilte die Polizei über Twitter mit. „Der Sperrkreis wird in Kürze aufgehoben. Wir werden gemeinsam mit allen Helfenden dafür sorgen, dass die Betroffenen schnellstmöglich in ihre Wohnungen zurückkehren können.“ Die 250 Kilogramm schwere Bombe sollte später abtransportiert werden.+++ 0.12 Uhr: EU-Kommission sieht sich gegen neuen Coronavirus gewappnet +++Die EU-Kommission sieht sich für eine mögliche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nach Europa gewappnet. Die Brüsseler Behörde sei darauf vorbereitet, rasch „potenzielle Gegenmaßnahmen zu unterstützen und zu koordinieren, sollte dies erforderlich sein“, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides der Zeitung „Die Welt“. Zusammen mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) beobachte die Kommission die Ausbreitung des Erregers sehr genau.

Impeachment: Nach heftigem Schlagabtausch: Richter Roberts fordert US-Senatoren auf, sich zu benehmen

Entscheiden wird er über die Amtsenthebung von US-Präsident Donald Trump nicht. Aber er hat als Vorsitzender des Verfahrens darauf zu achten, dass das Impeachment im US-Senat in geordneten Bahnen und einem würdigen Rahmen abläuft. Und damit hat John Roberts, im „normalen Leben“ Oberster Richter am US-Supreme Court, gleich zu Beginn seine liebe Müh‘ und Not. So konfrontativ wie die übliche Rhetorik Trumps, so konfrontativ verlaufen bisher auch die Debatten im Senat. Nach stundenlangen hitzigen Diskussionen und gegenseitigen persönlichen Vorwürfen ergriff Roberts in der ersten Sitzung das Wort und las den US-Senatoren die Leviten.Impeachment-Auftakt – Kommentar Wichmann 0735″Es ist an dieser Stelle angebracht, dass ich die House Manager [die Gruppe der demokratischen Ankläger, Anm. d. Red.] und die Anwälte des Präsidenten gleichermaßen ermahne, sich daran zu erinnern, dass sie sich an die größte beratende Instanz der Welt richten“, forderte Roberts die Senatoren zwischen den Zeilen seiner gewählten Worte auf, sich endlich ordentlich zu benehmen. Der Senat habe sich schließlich ihren herausragenden Ruf nicht zuletzt dadurch erworben, dass seine Mitglieder sich stets auf eine zivile Weise ausdrückten und eine dementsprechende Sprache wählten.Impeachment: Nadler und Cipollone im ClinchRoberts sah sich zu seiner Schelte genötigt, nachdem der Vorsitzende des Justizausschusses des Repräsentantenhauses, der Demokrat Jerry Nadler aus New York, und der Anwalt des Weißen Hauses, Pat Cipollone, sich einen verbalen Schlagabtausch geliefert hatten. Nadler verärgerte Cipollone, weil er die Weigerung der Regierung, den früheren Sicherheitsberater Donald Trumps, John Bolton, als Zeugen vorzuladen, als „Privileg der Exekutive oder anderen Unsinn“ bezeichnet hatte. Außerdem sei die Weigerung, weitere Zeugen zu hören, nichts anderes als „eine Vertuschung“. „Mr. Nadler ist hierher gekommen, nur um falsche Beschuldigungen gegen unser Team zu erheben“, konterte Cipollone lautstark. Auch den Präsidenten habe er fälschlich beschuldigt. Der einzige, der sich schämen müsse, sei Nadler für die Art und Weise, wie er vor dem Senat auftrete.Als das Impeachment-Verfahren gegen Bill Clinton die USA in Atem hielt 0930″Order!“, hätte wohl ein gewisser John Berkow in diesem Moment gerufen. Die markigen Ordnungsrufe des früheren Speakers des britischen Unterhauses, der es während der Brexit-Debatten zu einiger Berühmtheit gebracht hat, wären derzeit auch im US-Senat angebracht. Doch dieses Werkzeug steht Richter Roberts, dem vor allem die Rolle des Schiedsrichters während des Impeachments zukommt, nicht zur Verfügung. Er rief daher die Senatoren in gewählteren Worten zur Ordnung; also in einer Sprache, die allgemein als für das hohe Haus als angemessen angesehen wird.Roberts verwirrt mit Wort „pettifogging““Diejenigen, die sich an den Senat wenden, sollten sich daran erinnern, wo sie sich befinden“, ermahnte Roberts die Senatoren eindringlich – nicht ohne im Land für Verwirrung zu sorgen. Denn er erinnerte in diesem Zusammenhang an einen Vorfall während eines Impeachments gegen einen hohen Richter im Jahr 1905. Damals befand ein Anklagevertreter, im Senat werde „pettifogging“ betrieben und kassierte dafür vom damaligen Verfahrenschef ein Verbot, das Wort nochmals zu benutzen. So hoch wolle er die Latte zwar nicht legen, befand Roberts, aber mäßigen sollten sich die Senatoren im weiteren Verlauf des Trump-Impeachments dennoch.Was „pettifogging“ bedeutet, ist vielen US-Amerikanern nicht klar. Das Wort ist veraltet und aus dem Sprachgebrauch weitgehend verschwunden. Übersetzt heißt es so viel wie „kleinkariert“ oder „pedantisch“. Würde Roberts schon solche Begriffe beanstanden, würde es wohl sehr schnell still im Impeachment-Verfahren. Schließlich bezeichnen die heutigen Senatoren Äußerungen der Gegenseite auch schon mal als „nationale Schande“. Außer im Sprachgebrauch hat sich wohl auch in den Benimmregeln in den USA einiges verschoben.Quellen: „The Hill“, NBC News, CNN, „Handelsblatt“

China warnt vor möglicher Mutation von neuartigem Coronavirus

China warnt vor einer möglichen Mutation des neuartigen Coronavirus, das sich weiter rasant ausbreitet und an dem bereits mindestens neun Menschen gestorben sind. Mittlerweile sind in der Volksrepublik mindestens 440 Menschen infiziert, weitere 1394 stehen unter Beobachtung, wie Vize-Gesundheitsminister Li Bin am Mittwoch in Peking berichtete. Es bestehe die Gefahr, dass das Virus mutiere und sich noch stärker ausbreite. Inzwischen hat das Virus die USA erreicht. Die WHO beriet in einer Krisensitzung über die Reaktion auf das neue Virus.Die Sorgen vor einer Ausbreitung des Virus werden durch den intensiven Reiseverkehr rund um das chinesische Neujahrsfest am kommenden Samstag gesteigert. Jedes Jahr sind zum Neujahrsfest hunderte Millionen von Chinesen per Zug, Bus oder Flugzeug im Land unterwegs. Nach chinesischen Angaben ist das Virus von Mensch zu Mensch übertragbar.Die chinesische Gesundheitsbehörde kündigte verstärkte Desinfizierungen von Flughäfen und Bahnhöfen sowie in Einkaufszentren an. In der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan, von wo die Krankheit ihren Ausgang nahm, wurde eine große Feier zum chinesischen Neujahr abgesagt. Die Frauen-Fußballqualifikationsspiele für die Olympischen Spiele wurden von Wuhan nach Nangjing verlegt.Wuhans Bürgermeister Zhou Xianwang forderte die Einwohner auf, die Stadt nicht zu verlassen. Besucher sollten Wuhan meiden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. In vielen chinesischen Apotheken und auf Websites sind Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel bereits ausverkauft.Am Flughafen und dem Bahnhof von Wuhan wurden Temperaturmesstationen für Passagiere eingerichtet, auch an Autobahn-Kontrollstellen sollte die Temperatur von Autofahrer gemessen werden. An fünf US-Flughäfen sowie zahlreichen Airports in ganz Asien werden Passagiere ebenfalls auf Fieber kontrolliert.Als Ausgangspunkt des neuen Virus vom Typ 2019-nCoV gilt ein Tiermarkt in Wuhan. Forscher gehen davon aus, dass die Infektionen ursprünglich von Tieren ausging und sich das Virus anschließend von Mensch zu Mensch weiterverbreitete. Im Internet verfügbare Preislisten zeigen, dass auf dem Markt in Wuhan zahllose Tierarten von lebenden Füchsen, Krokodilen, Wolfswelpen und Ratten bis hin zur Zibetkatze verkauft wurden. Zibetkatzen waren der Ausgangspunkt für das Coronavirus Sars, dem in den Jahren 2002 und 2003 fast 650 Menschen in China und Hongkong zum Opfer fielen.Die WHO beriet am Mittwoch bei einer Krisensitzung in Genf über die mögliche Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotstands. Die EU-Kommission versicherte unterdessen, sie sei für den Fall einer Ausbreitung des Virus nach Europa gewappnet.Eine erster Krankheitsfall durch den neuen Erreger wurde aus den USA gemeldet. Das Virus wurde bei einem in Seattle im nordwestlichen Bundesstaat Washington lebenden Mann nachgewiesen, der zuvor nach Wuhan gereist war. Nach Behördenangaben geht es dem Patienten den Umständen entsprechend gut.Auch die chinesische Sonderverwaltungszone Macau meldete einen ersten Fall. Einzelne Fälle von Erkrankungen durch den neuartigen Virus waren zuvor bereits aus Thailand, Japan, Südkorea und Taiwan gemeldet worden. Ein Verdachtsfall in Australien bestätigte sich nicht.