Frauen von Srebrenica protestieren in Sarajevo gegen Nobelpreis für Handke

Mehrere Dutzend Frauen aus Srebrenica haben am Dienstag vor der schwedischen Botschaft in Sarajevo gegen die Auszeichnung des österreichischen Schriftstellers Peter Handke mit dem Literaturnobelpreis protestiert. „Wir sind nicht einverstanden mit der Verleihung des Preises an einen derjenigen, die das Verbrechen und den Völkermord unterstützt haben und die auf der Seite des Verbrechens stehen“, sagte Munira Subasic, Präsidentin einer Vereinigung von Müttern aus dem ostbosnischen Dorf.

Für Mario Adorf beginnt Ehe nach erstem Seitensprung

Für den Schauspieler Mario Adorf beginnt die Ehe nach dem ersten Seitensprung. Der 89-Jährige und seine Frau Monique seien am Anfang längere Zeit getrennt gewesen und hätten sich ausprobiert, sagte Adorf der Illustrierten „Bunte“ laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Dennoch hätten sich die beiden immer wieder zusammengerauft.

Bundestag stimmt über digitale Gesundheitsangebote ab

Der Bundestag will heute neue digitale Gesundheitsangebote für Patienten beschließen. Nach den Plänen von Minister Jens Spahn sollen Patienten bestimmte Gesundheits-Apps künftig von der Kasse bezahlt bekommen – wenn der Arzt sie ihnen verschreibt. Dabei geht es etwa um Anwendungen, die beim regelmäßigen Einnehmen von Medikamenten helfen. Patienten sollen auch leichter Praxen mit Videosprechstunden finden können. Abgestimmt wird außerdem über eine längere steuerliche Förderung von Elektro-Dienstwagen.

Flugbegleiter-Streik bei Lufthansa gestartet

Bei der Lufthansa hat um Mitternacht ein 48-Stunden-Streik der Flugbegleiter begonnen. Der Konzern strich für heute bei seiner Hauptmarke Lufthansa rund 700 der weltweit 1100 geplanten Flüge, so dass an den Drehkreuzen München und Frankfurt viele Maschinen am Boden bleiben. Auch ein Großteil der lukrativen Überseeflüge muss ausfallen. Zusammen mit 600 geplanten Stornierungen am Freitag sind der Airline zufolge rund 180 000 Passagiere betroffen.

TV-Tipp: Strandgut – Der Usedom-Krimi

Schwerin (dpa) – Zwei Jubiläen – über das eine spricht Schauspielerin Katrin Sass ganz liebevoll, bei dem anderen kommt schnell Kritik. Sanft klingt ihre Stimme, wenn sie vom Plätschern der Wellen vor Usedom erzählt.Fünf Jahre liegt der Start der Reihe «Der Usedom-Krimi» jetzt zurück. Nach «Strandgut» am Donnerstag (7. November/20.15 Uhr) läuft eine Woche später mit «Träume» (14. November/20.15 Uhr) der zehnte Fall im Ersten. Dass sie immer noch als Ex-Staatsanwältin Karin Lossow auf der Ostseeinsel vor der Kamera stehen würde, hätte sie anfangs auch nicht gedacht, sagt die 63-Jährige, aber: «Es plätschert das Meer, es passiert ein Fall, der nebenbei behandelt wird – das Gemisch stimmt einfach.»Mit dem zweiten Jubiläum ist der Mauerfall gemeint – am 9. November 1989 vor 30 Jahren. Die in Schwerin geborene und aufgewachsene Schauspielerin, bekannt auch durch ihre Rolle im Kinoerfolg «Good Bye, Lenin!» (2003) und der Serie «Weißensee», sagt: «Wenn ich mir in Dokus die Bilder von damals anschaue, merke ich, dass auch ich manches vergessen habe und bin entsetzt. So haben wir damals gelebt?!», sagt Sass. Ihre Kritik: Den Deutschen gehe es heute so gut wie noch nie – «und sie meckern». Natürlich sei vieles noch nicht in Ordnung und gebe es Menschen am Rande der Gesellschaft, die auf Hilfe angewiesen seien. «Aber sie können sich helfen lassen, es muss bei uns keiner unter der Brücke leben.»Als die Mauer fiel, sei sie in ihrer Wohnung in Potsdam in der Nähe der Glienicker Brücke gewesen. Die Brücke zwischen der DDR und West-Berlin wurde am 10. November geöffnet. Mit Massen komme sie aber nicht klar, sagt Sass, deshalb habe sie mit ihrem Besuch im Westen bis zum nächsten Tag gewartet.Vor und nach dem Mauerfall-Jubiläum laufen nun ihre beiden neuen Krimis. In «Strandgut» spült das Meer nicht nur eine Leiche an, bei der sich die dänische Kommissarin Ellen Norgaard (Rikke Lylloff) fragt, ob es sich um ihre lange gesuchte Mutter handelt. Es geht auch um Munitionsrückstände aus dem Zweiten Weltkrieg: weißen Phosphor, der aussieht wie Bernstein und zu schweren Verbrennungen führen kann. Karin Lossow versucht, die kleine Strandgut-Sammlerin Ada zu schützen, indem sie selbst den Strand kontrolliert. Adas Vater sucht derweil direkt Lossows Hilfe, weil er dubiose Geschäfte bei der Auftragsvergabe zum Bergen von Kampfmitteln vor Usedom vermutet.In «Träume» (14. November) wird ein Architekt kurz vor seiner Hochzeit ermordet. Im Mittelpunkt steht die Familientragödie eines Bauunternehmers, der nach der Wende marode Häuser erwarb, restaurierte und wieder verkaufte. Es ist der zehnte Film der Reihe, die auf ruhig erzählte Geschichten setzt – und in die sich Sass damals, wie sie sagt, einfach reinfallen ließ. «Entweder es läuft oder nicht, dann soll es so sein. Wenn die Einschaltquote nicht stimmt, sind wir sowieso weg. Ich schaue einfach, was passiert.»Als im Februar zwei neue Ausgaben liefen, schalteten 5,35 Millionen und 4,34 Millionen Zuschauer ein. Sass‘ Wunsch für die Zukunft ist es, immer mehr loszulassen. «Nicht nur von Projekten, sondern auch innerlich. Ich möchte mir keinen Druck mehr machen.»Gedreht wird der Usedom-Krimi vor allem im Winter. «Inzwischen drehen wir gleich drei Filme am Stück, da nehme ich mir auch gar nichts anderes mehr vor», erzählt Sass. «Mit Stress, Hektik und Druck kann ich überhaupt nicht leben.» Sie versuche immer mehr zu entschleunigen. «Dieser Beruf ist noch immer meins, aber ich muss mich nicht mehr über ihn identifizieren.»Am Anfang seien es auch für sie die Bretter, die die Welt bedeuten, gewesen. Das habe ihr auch ihre Mutter, die als Heidi Kabel des Ostens geltende Schauspielerin Marga Heiden (1921-2013), mitgegeben. «Bei ihr blieb das ein Leben lang so, aber für mich ist es nicht mehr der Nabel der Welt. Ich finde das Leben wichtiger als ein Leben lang zu strampeln.»

Musikerin und Aktivistin: Promi-Geburtstag vom 7. November: Nadeschda Tolokonnikowa

Wo sich die Moskauer Aktionskünstlerin Nadeschda Tolokonnikowa von der Punkband Pussy Riot gerade aufhält, will sie lieber nicht sagen. Scheinbar überall lauern die russischen Behörden der kremlkritischen Aktivistin auf.Als sie im September mit ihrer 17-jährigen Schwester und einem Plakat mit der Aufschrift «Putin, geht von selbst!» das Haus verließ, fanden sich beide kurz darauf im Polizeigewahrsam wieder. «Dass ich festgenommen werde, daran habe ich mich gewöhnt», sagt sie der Deutschen Presse-Agentur vor ihrem 30. Geburtstag am Donnerstag (7. November). «Aber dieses Gefühl, ständig verfolgt und beobachtet zu werden, ist viel schlimmer.»Der Kontakt mit Nadya Tolokno, wie sie sich in sozialen Netzwerken nennt, kommt fast konspirativ wie in einem Agentenfilm zustande. Ein Telefonat mitten in der Nacht. «Es ist erhebend, wenn ich sehe, was sich heute tut, was Pussy Riot bewegt hat – wovon wir zwar geträumt haben, aber nie glaubten, dass sich alles so entwickelt», sagt sie.Klar ist ihr aber auch, dass die Arbeit immer auch lebensgefährlich ist. Als Pjotr Wersilow, der Vater ihrer Tochter, im vergangenen Jahr einen mutmaßlichen Giftanschlag überlebte und in der Berliner Charité behandelt wurde, sprach sie von einem Mordanschlag. «Wir kämpfen hier gegen einige der wohl einflussreichsten Menschen auf diesem Planeten. Sie werden nicht einfach von der Macht lassen», meint sie mit Blick auf den Apparat von Kremlchef Wladimir Putin. Der Kreml und die Kirche in Russland halten Tolokonnikowa für vom Teufel besessen.Die Bewegung aus Feministinnen, die in bunten Strumpfmasken etwa gegen Korruption und autoritäre Gewalt protestieren, gilt längst international als Symbol radikaler politischer Aktionskunst. Wegen eines Videos in einer Kirche gegen Putin landete Tolokonnikowa mit ihrer Bandkollegin Maria Aljochina 2012 im Straflager. Seither machen die beiden nicht nur gegen Missstände in den Lagern Front.In einem englischen Clip nahm sich die stets perfekt gestylte Tolokonnikowa mit den rehbraunen Augen auch den Rassismus und Sexismus unter US-Präsident Donald Trump vor. Gerade habe sie ein neues Album aufgenommen – mit harten, aber auch einigen weichen Songs, englische und russische, sagt die Musikerin. Veröffentlichung demnächst. Auch neue Musikclips in Moskau seien geplant.«Aktuell beschäftigt uns vor allem die verbreitete häusliche Gewalt gegen Frauen in Russland – Schläge, Vergewaltigungen und Morde», sagt Tolokonnikowa, die zu den Mitbegründern des Internetportals «Mediazona» in Moskau gehört. Pussy Riot lobe dazu Preise aus für Projekte, die das Problem in die Öffentlichkeit bringen.Dauerbrenner aber bleibe die von Menschenrechtlern beklagte zunehmende politische Repression in Russland – etwa die jüngsten Straflager-Urteile gegen friedliche Demonstranten in Moskau. «Die Strafen sind nicht nur schärfer geworden im Vergleich zu unseren damals. Sie sind vor allem inzwischen ein Massenphänomen», sagt Tolokonnikowa. Hinzu kämen oft hohe Geldstrafen, durch die Protest zu einem finanziellen Problem werde für Andersdenkende. Immer wieder sammelt Pussy Riot auch Geld, um in Not Geratenen zu helfen.Dennoch sieht Nadya Tolokno auch Hoffnungszeichen: Teenager und junge Russinnen, die trotz allem mutig auf die Straße gingen. «Es kommen 17-Jährige, die sagen: Pussy Riot ist der Grund, weshalb ich politisch aktiv geworden bin», erzählt sie. Pussy Riot stehe heute als Dachbegriff für eine Bewegung, der sich jeder anschließen könne. Es gebe die Songs, Konzerte, Aktionskunst und Videoclips; aber eben auch Bücher und Theateraufführungen und soziale Projekte.Trotz des Erfolgs von Pussy Riot international sieht Nadya Tolokno Russland weiter als den spannendsten Ort. Hier bekomme sie alle Energie für ihre Kunst. Ein Auftritt von Pussy Riot in der US-Erfolgsserie «House of Cards» sei zwar ein Höhepunkt gewesen. «Unschlagbar ist es aber, in Moskau auf der Pokrowka-Straße oder auf dem Zwetny Boulevard zu laufen und eine Aktion zu starten.»Mit bald 30 muss sie langsam Abschied nehmen von den wilden Jugendjahren. «Ich weiß heute genauer, was ich will und freue mich auf neue Horizonte in der Sexualität – das ist auch noch so ein repressives System.» Sex erfülle sie heute mehr. Schon in ihrem Buch «Anleitung zur Revolution» schrieb Tolokonnikowa, dass Geschlecht für sie keine Rolle spiele. «Wer mir gefällt, ist automatisch meine Orientierung. Nicht umgekehrt.»Ihren Geburtstag verbringt sie am liebsten mit Freunden beim Torten-Essen. «Mir hat immer gefallen, dass der Tag mit dem geschichtlichen Datum der Oktoberrevolution vom 7. November übereinstimmt.» Das stehe für Veränderung. Bei der Wahl ihrer Freunde werde sie aber immer vorsichtiger, erzählt Tolokonnikowa. Sie müsse sehr aufpassen, dass sich nicht jemand vom Inlandsgeheimdienst FSB einschleiche. Die Gefahr solcher «Ratten» im Bekanntenkreis sei groß.

Haseloff: Koalition mit Linken und AfD kommt nicht in Frage

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU hat sich klar gegen eine Zusammenarbeit seiner Partei mit Linken und AfD ausgesprochen. Für ihn komme weder eine Koalition mit den Linken noch mit der AfD irgendwie in Frage, sagte er in den ARD-«Tagesthemen». Gesellschaftlich müsse man im Gespräch bleiben. Politisch könne man aber klare Prämissen setzen. In der Union gibt es vor allem seit der Landtagswahl in Thüringen eine Debatte, ob man mit der Linken oder der AfD zusammenarbeiten solle.

Champions League: Leverkusen verhindert Champions-League-Aus gegen Atlético

Die Ehre ist gerettet, ein kleines Wunder noch möglich: Bayer Leverkusen hat in der Fußball-Champions League am vierten Spieltag die ersten drei Punkte eingefahren und seine kleine Chance auf das Erreichen des Achtelfinals gewahrt.Die mit drei Niederlagen gestartete Werkself bezwang Atlético Madrid mit 2:1 (1:0) und hat nun vier Punkte Rückstand auf den zweimaligen Finalisten. Mit zwei weiteren Siegen bei Lok Moskau (3 Punkte) und gegen das schon qualifizierte Juventus Turin (10) würde Bayer als zweites Team der Champions-League-Historie nach Newcastle United in der Saison 2002/03 nach drei Anfangsniederlagen noch die Vorrunde überstehen – falls Atlético (7) aus den Spielen gegen Turin und Moskau nicht mehr als einen Punkt holt.Auf die Siegerstraße kam die Mannschaft von Trainer Peter Bosz, für den es im zehnten Champions-League-Spiel mit Borussia Dortmund und Leverkusen der erste Erfolg war, durch ein Eigentor von Thomas (41.). Es war das zweite Eigentor zugunsten Leverkusens, nachdem Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes im Trikot von Lokomotive Moskau getroffen hatte.Der erste selbsterzielte Bayer-Treffer in dieser Champions-League-Saison gelang dann Kevin Volland (55.) zum 2:0. In der Schlussphase sah Leverkusens Nadiem Amiri (84.) die Rote Karte wegen groben Foulspiels. Alvaro Moratas (90.+4) Anschlusstreffer kam zu spät.«Wir haben heute ein Superspiel abgeliefert», sagte Bayer-Verteidiger Jonathan Tah dem Streamingdienst DAZN. Dass es am Ende noch einmal spannend gegen Atletico wurde, verwunderte ihn nicht: «Jede Aktion, bei der wir pennen, wird bestraft.» Torschütze Volland war ebenfalls hoch zufrieden: «Wir waren heute giftig in den Zweikämpfen, sehr kompakt. Wir haben nach den letzten Wochen, in denen wir den Plan nicht so umgesetzt haben, dies heute hundertprozentig gemacht.»Trotz des erlösenden Sieges vor 28.160 Zuschauern ist für den Bundesligisten aber auch noch das komplette Aus im Europapokal möglich. Um Rang drei und damit das Überwintern in der Europa League abzusichern, ist in drei Wochen in Moskau ein Sieg nötig, um nach dem 1:2 im Hinspiel den direkten Vergleich zu gewinnen.Bayer war von Beginn an überlegen und hatte mehr Ballbesitz. Chancen gegen die cleveren Spanier gab es selten. Lediglich wenn die Werks-Fußballer mal über die Außen kamen, sorgten sie für ein wenig Gefahr. In der 21. Minute hatte Volland mit einem Flachschuss aus kurzer Entfernung die bis dahin noch beste Möglichkeit.Unsicherheiten offenbarte Atletico indes bei Standardsituationen. Nach einem Eckball lenkte Madrids Felipe den Ball an die Latte des Gästetores. Drei Minuten später war es dann Thomas, ebenfalls nach einem Eckball, der beim Versuch, per Kopf zu klären, ins eigene Netz traf.Nach der Pause lockerte Atletico seine Defensivtaktik. Das gab Leverkusen Räume, die besonders Karim Bellarabi auf der rechten Seite nutzte. So flankte er in der 55. Minute auf Volland, der aus neun Metern vollendete. Madrid erhöhte in der Folgezeit den Druck, Bayer verlegte sich aufs Kontern. Atletico fiel überraschend wenig ein, um die Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Leverkusens Torwart Lukas Hradecky musste nur wenige Male wie bei Thomas Lemars Distanzschuss (72.) ernsthaft eingreifen.Aufregung gab es in der 78. Minute, nachdem es nach einem Eckball im Madrider Strafraum zu einem wilden Gerangel zwischen den Spielern kam. Ergebnis: vier Gelbe Karten auf einmal für Leverkusens Jonathan Tah, Bellarabi, Madrids Oblak und Alvaro Morata. Die letzten Minuten in Unterzahl nach Rot für Amiri überstand Bayer zunächst schadlos. Bis Moratas Tor es noch einmal spannend machte.

American Music Awards: Sechs Sängerinnen werden performen

Die Veranstalter setzen auf Frauen-Power: Bei der diesjährigen Verleihung der American Music Awards werden sechs Künstlerinnen auf der Bühne performen. Nachdem Taylor Swift (29, „You Need To Calm Down“) und Selena Gomez (27, „Wolves“) vor kurzem als Acts bestätigt wurden, können sich die Fans nun auf vier weitere namhafte Stars freuen.Wie Dick Clark Productions und ABC am Mittwoch auf der offiziellen Webseite bekanntgegeben haben, werden Dua Lipa (24), Billie Eilish (17), Camila Cabello (22) und Lizzo (31) auf der Bühne performen. Für Newcomerin Billie Eilish wird es der erste Auftritt bei einer Award-Verleihung sein. Sängerin Lizzo wird erstmals bei den AMAs eine Performance abliefern. Die American Music Awards werden am 24. November im Microsoft Theater in Los Angeles stattfinden. Die Gewinner werden ausschließlich durch ein Fan-Voting ermittelt, das bis zum 20. November andauert.

Kalifornien: Mehr Schlitz als Loch: Zwei Männer flüchten durch 55-Zentimeter-Öffnung aus Gefängnis

55 Zentimeter ist die Länge eines Koffers, der gerade eben noch als Kabinengepäck durchgeht. 55 Zentimeter ist auch die Länge eines Lochs, durch das nun zwei wegen Mordes Inhaftierte aus einem Gefängnis in Kalifornien geflohen sind. Wie der Sheriff aus dem Küstenort Monterey bekannt gegeben hat, seien Santos Samuel Fonseca, 21 und Jonathan Salazar, 20, durch die selbst fabrizierte ovale Öffnung in der Knasttoilette abgehauen. Die Männer hätten einen „blinden Fleck“ entdeckt, so ein Sprecher aus dem Büro des Sheriffs laut US-Medien.Einen blinden Fleck ausgenutztT-Rex läuft vor der Polizei weg – und die Cops lachen sich schlapp 1655Das Loch, das die beiden gebohrt haben, befand sich an einer Stelle der Decke, die nicht von den Wärtern eingesehen werden konnte, heißt es. „Wie sich gezeigt hat, haben die beiden Flüchtige den blinden Fleck in dieser Ecke des Gebäudes ausgenutzt“, sagte der Sprecher. Und weiter: „Anscheinend sind sie die Decke hoch, dann über die Wand und auf der anderen Seite wieder runter.“ Dort habe sich kein Sicherheitszaun mit Stacheldraht befunden. Fonseca und Salazar sind je 1,70 Meter groß. Wie genau die beiden das Loch in die Decke bekommen haben, müssen die Behörden noch ermitteln. Unklar ist auch, ob sie Hilfe hatten.“Wir sind enttäuscht, dass das passieren konnte“, so der Sprecher. „Wir haben den Auftrag, die Öffentlichkeit zu schützen. Wir sind enttäuscht, dass es Menschen gibt, die wegen Mordes angeklagt sind und sich nicht mehr in unserem Gefängnis befinden.“Der blinde Fleck in der Gefängnistoilette, den die Gefangenen für das Bohren eines Lochs ausnutzten© Monterey County Sheriff’s Office5000 Dollar Belohnung für ErgreifungFonseca wird verdächtigt, innerhalb weniger Tage zwei Männer ermordet zu haben, Salazar soll im Oktober 2017 den gleichaltrigen Jaime Martinez erschossen haben. Beide weisen jede Schuld von sich. Die Polizei warnt vor den Flüchtigen, sie seien bewaffnet und gefährlich. 5000 Dollar hat der Scheriff von Monterey für die Ergreifung der Männer oder Informationen über sie ausgelobt.Quellen: Monterey County Sheriff’s Office, BBC, „Los Angeles Times“