Wie die Corona-Krise Luft und Klima beeinflusst

Die Covid-19-Pandemie beherrscht mit Schreckensmeldungen viele Bereiche des Lebens. Wird der Virus-Ausbruch auf längere Sicht auch positive Folgen haben? Zum Beispiel für die Qualität der Luft in den Städten und fürs Klima?Die Covid-19-Pandemie beherrscht mit Schreckensmeldungen viele Bereiche des Lebens. Wird der Virus-Ausbruch auf langere Sicht auch positive Folgen haben? Zum Beispiel fur die Qualitat der Luft in den Stadten und furs Klima?

Zahl der Corona-Toten steigt auf mehr als 10.000

Die Fallzahlen der Corona-Pandemie entwickeln sich so rasant, dass man der Entwicklung kaum zu folgen vermag. So groß die derzeitigen Zahlen schon scheinen mögen – es ist vielerorts von weiter schwindelerregend schnell in die Höhe schnellenden Werten auszugehen.Die Fallzahlen der Corona-Pandemie entwickeln sich so rasant, dass man der Entwicklung kaum zu folgen vermag. So groß die derzeitigen Zahlen schon scheinen mogen – es ist vielerorts von weiter schwindelerregend schnell in die Hohe schnellenden Werten auszugehen.

News zum Coronavirus: Angela Merkel begibt sich nach Pressekonferenz in häusliche Quarantäne

Merkel begibt sich in häusliche Quarantäne. In Deutschland steigen die Zahlen der Corona-Infizierten unaufhörlich. Bund und Länder wollen Kontakverbot. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im stern-Liveblog.Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus: In Deutschland gibt es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bislang 23.129 Infektionen mit dem Coronavirus. 93 Menschen sind bislang daran bundesweit gestorben. Die Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) sind etwas niedriger, weil es mit einer anderen Datenbasis arbeitet. Danach gibt es 18.610 Infizierte und 55 Tote.Das öffentliche Leben ist deshalb in vielen Ländern deutlich eingeschränkt. Auch Deutschland ist in den Ruhezustand übergegangen, zahlreiche Bundesländer schränken das öffentliche Leben durch Ausgangsbeschränkungen ein. Bundeskanzlerin Merkel sieht die Gesellschaft vor einer „historischen Aufgabe“. Die Bundesregierung hat milliardenschwere Hilfen zugesagt.PAID Interview Drosten – 13.40Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:Angela Merkel begibt sich nach Pressekonferenz in häusliche Quarantäne (19.09 Uhr)Versammlungen mit mehr als zwei Personen verboten: Bund und Länder wollen „Kontaktverbot“ beschließen (15.55 Uhr) Beamte vom Festland helfen Inselpolizei auf Norderney bei Räumung (15 Uhr)Coronavirus: Ehemaliger Real-Boss Sanz auf Intensivstation gestorben (14.02 Uhr)Fast 400 neue Corona-Todesfälle in Spanien innerhalb von 24 Stunden (12.27 Uhr)Regierung plant Nachbesserungen bei Kreditprogramm (11.24 Uhr)Google sagt Entwicklerkonferenz ab (11.10 Uhr)Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.Zahlen und Karten zur Ausbreitung des Virus finden Sie hier.Alles, was Sie zum Thema Reisen in Zeiten des Coronavirus wissen müssen, finden Sie hier. 

IOC setzt sich Frist über Olympia-Entscheidung von vier Wochen

Das Internationale Olympische Komitee hat sich eine Frist von vier Wochen für eine Entscheidung über die Olympischen Spiele in Tokio gesetzt. In diesem Zeitraum sollen auch mögliche Optionen für eine Verschiebung wegen der Coronavirus-Pandemie überlegt werden, teilte das IOC am Sonntag mit.Das Internationale Olympische Komitee hat sich eine Frist von vier Wochen für eine Entscheidung über die Olympischen Spiele in Tokio gesetzt. In diesem Zeitraum sollen auch mögliche Optionen für eine Verschiebung wegen der Coronavirus-Pandemie überlegt werden, teilte das IOC am Sonntag mit.

Musik als Zeichen in der Krise: Vom Balkon aus: Beethovens «Ode an die Freude»

Die Corona-Epidemie trifft auch die Musikszene hart. Konzerte werden verschoben, Opern abgesagt. In Italien machen viele Musiker sich und anderen Mut mit Gesangseinlagen vom Balkon aus. Deutsche Künstler nehmen sich nun ein Beispiel – mit einem verbindenden Musikstück.Zwischen Mailand und Sizilien erklingt seit Beginn der Corona-Epidemie die Musik von Balkonen und aus Fenstern, Menschen singen und musizieren gegen die Krise. Die Italiener machen es vor – jetzt ziehen die Deutschen gemeinsam nach.Profimusiker und Hobbyspieler haben am Sonntagabend zeitgleich zum Instrument gegriffen und vor allem von ihren Privatwohnungen aus in einer Art gemeinsamen Konzert Ludwig van Beethovens «Ode an die Freude» angestimmt.Posaunen in Gütersloh und Streicher in Ludwigslust, eine musizierende Familie auf einem Balkon in Weimar, der Bratschist der Dresdner Philharmonie und Querflöten und Trompeter in einem Bonner Mehrfamilienhaus, Klavierspiel, Akkordeon und Gesang auch an zahlreichen anderen Orten. «’Alle Menschen werden Brüder‘ heißt es im Lied, das können wir in diesen Tagen alle brauchen», sagte Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor der Stadt Bonn und des Beethoven Orchesters Bonn, im WDR-Fernsehen. «Wenn man den Geist mitnimmt in dieser schweren Zeit, dann ist das ja auch schon mal ‚was wert.»«Freude schöner Götterfunken» hieß es unter anderem auch an vielen Orten in Stuttgart, wo Musiker des Staatsorchesters ebenso wie Mitglieder der Stuttgarter Philharmoniker und des Kammerorchesters Stuttgart musizierten. «Wenn weder Opernaufführungen noch Konzerte mit einem Livepublikum möglich sind, müssen wir zu anderen Mitteln greifen», erklärte Stuttgarts Generalmusikdirektor Cornelius Meister den Auftritt seiner Künstler. Nach dem Vorbild des italienischen ‚Flashmob sonoro‘ sei die Aktion ein «Zeichen für Solidarität und Lebensfreude».Bundesweit wurden zahlreiche Auftritte gefilmt und im Internet geteilt. In Freiburg ernteten Mitglieder des Barockorchesters nach ihrem Kurzauftritt in einem Hinterhof im Stadtteil Wiehre tosenden Applaus von den Menschen aus den umliegenden Häusern. In Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) griffen die Schwestern Friederike und Marie (14 und 20) gemeinsam zu den Geigen. Sie wollten «dem einen oder anderen, der es vielleicht hört, eine Freude machen», sagten sie, bevor sie auf den Balkon traten und musizierten. Das Finalwerk aus Beethovens 9. Symphonie ist die «Hymne Europas».Mit ähnlichen Initiativen machten auch weitere Sängerinnen und Sänger aus der Not eine Tugend. In sogenannten Balkonkonzerten unterhalten sie zumindest ihre Nachbarn. Ebenfalls am Sonntag begann im Wohnzimmer der Künstlerin Mathea ein Konzert, sie streamte es live via Instagram und gab im Laufe des Abends weiter an Michael Schulte, der lediglich über die Kommentare Kontakt zu seinen Fans halten konnte. «Es ist komisch, wenn es so still ist, wenn man fertig ist mit einem Song», sagte er in die Handykamera. Angekündigt waren zudem Wohnzimmer-Konzerte von Lotte, Nico Santos, Álvaro Soler, Max Giesinger, Lea und Johannes Ording.Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nimmt sich das italienische Balkonsingen zum Vorbild. Sie lädt dazu ein, allabendlich um 19 Uhr «Der Mond ist aufgegangen» zu singen oder zu musizieren. «Jeder und jede kann mitmachen, denn singen verbindet und tut gut», warb die EKD für ihre Aktion.

Neue Maßnahmen: Merkels neue Maßnahmen haben noch Spielraum

Im Kampf gegen das Coronavirus haben sich die Bundesländer auf gemeinsame Maßnahmen geeinigt. Die Bürger werden weiter eingeschränkt — aber: Auch die neuen Spielregeln haben noch Spielraum.Es ist ein weiterer großer Schritt, aber noch nicht die Ultima Ratio staatlichen Handelns. Angela Merkel und ihr Corona-Krisenstab nebst Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen haben sich auch an diesem Sonntag noch einmal Spielraum gelassen für eine allerletzte Verschärfung im Kampf gegen das Virus. Nein, die nationale Ausgangssperre kommt nicht. Noch nicht, muss man sagen. Aber die Einschränkungen für den (zunehmend) einsichtigen, aber eben auch für den leider immer noch uneinsichtigen Teil der Bevölkerung haben es auch so in sich. Merkel, die laut Bundespresseamt kurz nach ihrer  Pressekonferenz davon erfuhr, dass ein Arzt, der sie untersucht hat,  positiv auf Corona getestet wurde und deshalb nun selbst in Quarantäne geht, spricht an diesem Sonntag von „Verzicht und Opfern, wirtschaftlich und menschlich.“ Das ist wohl so.Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden grundsätzlich verboten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.In der Öffentlichkeit muss ein 1,50-Meter-Abstand eingehalten werden.Gastronomiebetriebe sollen geschlossen bleiben.Auch Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege – darunter Friseure und Kosmetikstudios – sollen geschlossen sein. Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen sollen von Ordnungsbehörden und Polizei überwacht und sanktioniert werden.PAID Interview Drosten – 13.40Das alles gilt, fast möchte man sagen: ab sofort, unverzüglich. Und zwar zunächst für die kommenden zwei Wochen. Es gilt auch für sie selbst. Vor allem aber gilt es flächendeckend, also in jedem der 16 Bundesländer. Merkel sagt: „In ganz Deutschland gelten im Grundsatz die gleichen Regeln.“ Das war allein schon deshalb wichtig, weil es immer noch genügend Bürger gibt, die bislang gerne darauf verwiesen haben, dass es anderswo offenkundig ja auch mit weniger Gegenmaßnahmen noch komfortabel gut ginge. Immerhin: Der Weg zur Arbeit, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sollen weiterhin möglich sein. Niemand wird also in seinen eigenen vier Wänden gefangen gehalten.Angela Merkel folgt damit jener Linie, die sie am vergangenen Mittwoch in der TV-Ansprache an die Nation vorgegeben hat. Die Kanzlerin ist gewillt, dem Volk, soweit es irgend geht, jene Vernunft zu attestieren, die notwendig ist, um die Republik und das schon bald aufs Äußerste strapazierte Gesundheitswesen durch die nächsten Wochen und Monate zu steuern. Zur 100-prozentiger Zufriedenheit gelungen ist das in den vergangenen Tagen nicht, daher die nun notwendige Verschärfung. Merkel erhöht den Druck.Man kann aber noch etwas an dem abgestuften Verfahren erkennen, das die Kanzlerin am Sonntagnachmittag vorstellte: Ihr inneres Ringen um Verhältnismäßigkeit. Merkel ist, wie man hört, durchaus besorgt, um die seelischen Kollateralschäden, die durch umfangreiche Kontaktsperremaßnahmen in der Bevölkerung entstehen können. Nicht jeder erträgt den Verzicht auf soziale Kontakte, schon gar nicht, wenn er nicht weiß, wann das alles eigentlich enden soll.PAID Ian Donald Interview Psychologe Großbritannien 13.47Sie selbst ist nun in Quarantäne, wird die Amtsgeschäfte, wie es heißt, im Homeoffice führen. Das ist misslich. Aber es kann auch beispielgebend sein. Merkel macht das, was sie von ihren Bürgern verlangt. Sie macht da keine Ausnahme.An diesem Sonntag verwendet die Kanzlerin mal wieder einen dieser Merkel-typischen Begriffe. Er lautet:“In der Lage lernen.“Das gilt für sie. Für ihr Kabinett, die Regierungschefs der Bundesländer. Es gilt aber auch für jeden Einzelnen von uns. Ja, es wird uns etwas zugemutet. Warum? Damit die Zumutungen nicht noch größer werden müssen.

Kanzlerin Merkel vorsichtshalber in häuslicher Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Sonntag vorsichtshalber in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte.Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Sonntag vorsichtshalber in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte. Der Mediziner, der die Kanzlerin am Freitag prophylaktisch gegen Pneumokokken geimpft hatte, sei inzwischen positiv auf das Virus getestet worden, teilte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Sonntag mit. „Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen“, betonte er. Merkel werde sich „in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre“, erklärte Seibert. Die Kanzlerin sei erst nach ihrem Presseauftritt am Sonntagabend von der Infektion ihres Arztes unterrichtet worden. Merkel hatte vor der Presse den neuen Maßnahmenkatalog zur Eindämmung des Coronavirus vorgestellt, den sie mit den Ministerpräsidenten vereinbart hatte.