Spahn: G7 wollen über einheitlichen Umgang mit Coronavirus beraten

Die G7-Staaten wollen nach Angaben der Bundesregierung über eine einheitliche Strategie gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beraten. Er habe am Samstag mit seinem US-Kollegen Alex Azar telefoniert, um „zu einer gemeinsamen Einschätzung der Lage zu kommen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntag in Berlin. „Und wir haben vereinbart, dass es auch eine Telefonkonferenz, eine Aussprache, der Gesundheitsminister der G7 zu dieser Frage geben soll.“ Ziel sei ein einheitlicher Umgang mit der Epidemie. „Es bringt ja nichts, wenn ein Land alleine Maßnahmen ergreift“, sagte Spahn.Der CDU-Politiker verteidigte zugleich die Informationspolitik von Bund und Ländern zum Coronavirus. „Wir arbeiten mit bestmöglicher, größtmöglicher Transparenz“, sagte Spahn. Dafür sei aus seiner Sicht aber auch nötig, dass immer dann informiert werde, wenn es auch gesicherte Informationen gebe. Halbwissen helfe nicht.Spahn sagte, es sei eine „dynamische Lage“. „Wir kennen den Virus noch nicht abschließend.“ Es sei eine Zeit, wo es wichtig sei, dass der Staat funktioniere. Dies sei in Deutschland der Fall. Bis Sonntag wurden elf Fälle von Deutschen bekannt, die sich mit dem Virus infiziert haben. Unter ihnen sind auch zwei Rückkehrer aus der chinesischen Stadt Wuhan. Sie waren am Samstag mit hundert weiteren Deutschen an Bord einer Maschine der Luftwaffe in Frankfurt am Main gelandet. Die beiden Infizierten wurden in die Isolierstation der Uniklinik Frankfurt gebracht.

KategorienAllgemein