Transfermarkt: Hertha gibt kräftig aus – Ausrufezeichen der Bayern-Gegner

Zumindest bei den Transferausgaben spielen Hertha BSC und Visionär Jürgen Klinsmann schon die gewünschte Champions-League-Rolle.Bereits gehandelte Stars wie Granit Xhaka, Julian Draxler oder WM-Siegtorschütze Mario Götze fanden im Wintertransferfenster zwar nicht den Weg in die Hauptstadt, doch das hielten die Hertha und Investor Lars Windhorst trotzdem nicht davon ab, mehr auszugeben als die jeweils noch in drei Wettbewerben geforderten Topclubs FC Bayern, RB Leipzig und Borussia Dortmund.«Wir können uns umschauen bei anderen Mannschaften in Europa, die in der Champions League aktiv sind, um uns ganz gezielt auf einer Position zu verstärken», hatte Klinsmann in seinem Bemühen um einen langfristigen «Big-City-Club» während dieser Transferperiode getönt – er sprach von «neuen Möglichkeiten» für die Berliner angesichts der 224-Millionen-Investition von Geldgeber Windhorst.Bis einen Tag vor Schließung des Fensters war als sofortige Verstärkung im Kampf um den Klassenverbleib trotz aller ausgegebenen Millionen nur Zweitliga-Profi Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart gekommen. Rekordtransfer Lucas Tousart (24 Millionen Euro) ist zwar fest verpflichtet, wird aber zunächst noch ein halbes Jahr an Olympique Lyon verliehen. Ob die Verpflichtung von Krzysztof Piatek (AC Mailand) für 22 weitere Millionen bis Freitag noch fix gemacht wird, war zunächst offen.Mehr «Soforthilfe» gab es für den BVB und Tabellenführer RB Leipzig, die sich im harten internationalen Gerangel heiß begehrte Talente sicherten. Das 19 Jahre alte Stürmerjuwel Erling Haaland kam zum Schnäppchenpreis von 20 Millionen Euro. Der Norweger traf bei zwei Jokereinsätzen schon fünfmal und trägt nun die BVB-Hoffnungen auf einen Titelgewinn in diesem Mai. So soll auch der 21 Jahre junge Spanier Olmo (20 Millionen Euro) Leipzigs Angriff sofort verbessern und die 51-Tore-Offensive von Trainer Julian Nagelsmann noch ein Stück variabler machen.Gladbachs Kapitän Lars Stindl scherzte angesichts der Aktivitäten der Tabellenrivalen im «Kicker» (Donnerstag): «Wir in Gladbach haben im Sommer einfach einen herausragenden Job gemacht und benötigen keine Nachkäufe.» Doch der Angreifer weiß, dass die neu verpflichteten Spieler in der Rückserie einen großen Wettbewerbsvorteil darstellen können. «Was Dortmund und Leipzig jetzt im Winter investieren konnten, ist eine Hausnummer, die in Gladbach den Rahmen sprengen würde. Es ändert aber nichts daran, dass wir uns mit diesen Vereinen messen wollen», sagte Stindl.An den Top-Clubs der Bundesliga will sich auch Bayer Leverkusen, das im Winter Argentiniens Mittelfeldspieler Exequiel Palacios für 14 Millionen Euro verpflichtet hat, orientieren. Sportdirektor Simon Rolfes fiebert der Schließung des Fensters schon ein wenig entgegen. «Klar, das ist immer eine bisschen hektischere Zeit. Am Freitagabend wird es dann ruhiger», sagte Rolfes der Deutschen Presse-Agentur. «Es kann natürlich sein, dass Sachen bis zum Ende dauern. Es hängt ja ein bisschen was dran an Transfers, vielleicht entsteht deswegen Hektik, aber keine Planlosigkeit.»

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