Zweitverwertung: Generalüberholte Handys: sinnvolle Investition oder Geldverschwendung?

Im Sinne der Second-Hand-Manier gehen immer mehr Online-Händler mit dem Trend, gebrauchte Smartphones zu verkaufen. Die Geräte werden im Vorfeld geprüft und gereinigt, neu aufbereitet und manchmal auch repariert, sollte ein Teil defekt gewesen sein. Im Anschluss sind die generalüberholten Handys zum Schnäppchenpreis zu haben, obwohl sie voll funktionsfähig sind und optisch (fast) wie neu aussehen. Aber profitieren Verbraucher wirklich von den deutlich günstigeren Preisen oder gehen sie mit dem Kauf ein Risiko ein? Immerhin werben Shops wie Amazon damit, dass die Geräte innerhalb eines Jahres ersetzt oder erstattet werden können, sollten sich mögliche Mängel bemerkbar machen. Andere Anbieter gewährleisten sogar eine Garantie über 24 Monate. Die gesetzliche Rückgabegarantie gilt ebenfalls. Eine Qualitätskontrolle ist dennoch unerlässlich.API iPhone 8Refurbished-Angebote: Darauf sollten Sie achtenBeim Kauf von generalüberholten Handys geht es darum, Geld zu sparen. Um herauszufinden, wie groß die Ersparnis gegenüber der Neuware ist, vergleichen Sie die Preise miteinander – hier ein Beispiel: Das iPhone 8 mit 64 GB kostet neu ca. 490 Euro und generalüberholt knapp 300 Euro. Der Unterschied von 190 Euro ist enorm.Wenn Sie sich für ein Handy entschieden und bestellt haben, sollten Sie es am Tag der Lieferung ausgiebig untersuchen. Checken Sie das Betriebssystem (die Version) und die Garantie. Wenn Sie jetzt schon erste optische Mängel entdecken, die im Vorfeld nicht preisgegeben wurden, muss das Gerät umgehend zurückgeschickt werden.Generalüberholte Handys werden teilweise bis zu 70 Prozent billiger angeboten. Seien Sie sich darüber im Klaren: je günstiger der Preis, desto schlechter der Zustand. Experten zur Folge können gebrauchte Smartphones, die fast neuwertig sind, nicht mehr als 20 Prozent günstiger im Verkauf sein. Sonst würde der Händler nichts daran verdienen.Nicht immer werden beim Tausch defekter Teile (u.a. das Display oder der Akku) Originalteile verwendet. Umso wichtiger ist es, dass der Anbieter möglichst transparent macht, was er an dem Handy im Detail ausgetauscht hat. Je weniger preisgegeben wird, desto genauer müssen Sie hinschauen.  Eine der bekanntesten Schwachstellen generalüberholter Handys ist das Display: Achten Sie hier auf mögliche Pixelfehler, Kratzer oder auch die Helligkeit. Aber auch der Home- und Power-Button sollte getestet werden, das Gleiche gilt für den Kabel- und USB-Anschluss. Den Akku überprüfen Sie am besten nach 24 Stunden Laufzeit.Vor der Inbetriebnahme sollten Sie das Handy auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Nur so können Sie sicher sein, dass sich keine privaten Inhalte des Vorbesitzers auf dem Smartphone befinden – das gilt auch für mögliche Programme, die Ihr Smartphone ausspähen könnten. Zudem kann das Handy so nicht mehr von seinem alten Besitzer geortet werden.API Samsung Galaxy S9Noch ein Tipp zum Schluss: Noch mehr Geld sparen lässt sich durch den Kauf eines Smartphones aus dem Vorjahr. Alle Modelle, die gerade erst auf dem Markt erschienen sind, kosten automatisch mehr – selbst die generalüberholten Handys. Wenn Sie sich für ein Vorgängermodell wie das Samsung Galaxy S9 entscheiden, zahlen Sie viel weniger. Zum Vergleich: Neu kostet das Handy ca. 470 Euro, gebraucht nur noch ca. 320 Euro.Das könnte Sie auch interessieren:iPhone 11 Pro im Test: Apple bricht mit drei TraditionenSmartphones unter fünf Zoll: Diese handlichen Modelle sind empfehlenswertTablets unter 100 Euro: Diese Modelle sind günstig und gutiPhone-Modelle im Vergleich: Darin unterscheiden sich die Smartphones von AppleiPad 7 im Test: Mehr Tablet braucht fast niemandDieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

KategorienAllgemein